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US-Spionagesatellit erfolgreich abgeschossen

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Der funktionsunfähige Spionagesatellit ist vor dem Eintritt in die Atmosphäre von der USS Lake Erie abgeschossen worden, berichtet das US-Verteidigungsministerium. Obgleich drei Abfangraketen startbereit gemacht worden sind, reichte der erste Abschuss, um den Satelliten in 247 km Höhe zu treffen.

Das Pentagon erklärt weiter, es sei primär um die Zerstörung des Treibstofftanks mit dem giftigen Hydrazin gegangen, der für die Menschen auf der Erde eine Gefahr hätte darstellen können. Ob der Tank getroffen und zerstört wurde, konnte aber noch nicht mitgeteilt werden. Experten gehen davon aus, dass der Treibstoff kaum ein Risiko darstellte – der eigentliche Grund für den Abschussversuch sei vielmehr der Wunsch gewesen, die Funktionsfähigkeit des Raketenabwehrsystems zu demonstrieren. Auch habe das Pentagon auf den im letzten Jahr von den Chinesen durchgeführten Abschuss eines alten Wettersatelliten reagieren wollen, der im US-Verteidigungsministerium große Unruhe ausgelöst habe. Für das seegestützte Aegis-System zur Raketenabwehr sowie für das Weiße Haus, das seit Amtsantritt des US-Präsidenten George W. Bush mit vielen Milliarden die umstrittene Raketenabwehr forciert, ist der Abschuss ein großer Erfolg.

Siehe dazu auch in Telepolis:

(fr)