US-Streit um Abgaben auf Online-Musik

In den USA ist ein Streit um Abgaben auf online verbreitete Musik entbrannt, die die Vereinigung der Musikindustrie eintreiben will.

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Von
  • Axel Vahldiek

In den USA ist ein Streit um Abgaben auf online verbreitete Musik entbrannt. Angeblich plant die Vereinigung der amerikanischen Plattenindustrie (RIAA) einen Pool zu bilden, in den alle Internet-Radio- und -Musikdienste Lizenzgebühren einzahlen sollen. Wie der Nachrichtendienst Reuters unter Berufung auf Insider mitteilte, will die RIAA entsprechende Pläne offiziell am 11. Oktober bekannt geben. Die RIAA repräsentiert diverse große Plattenfirmen, unter anderem Seagram/Universal, EMI und die Warner Music Group.

Das Bekanntwerden dieser Pläne löste in den USA heftigen Streit aus. So vermutet Jonathan Potter, Chef der Digital Media Association (DiMa), einem Zusammenschluss von Online-Unternehmen wie Amazon.com oder Spinner.com, dass der Vorstoß der RIAA nicht widerstandslos bleiben wird. Zu viele Künstler und Internet-Dienste seien mit dem Vorgehen der RIAA nicht einverstanden. Die RIAA ist momentan besonders aktiv im Kampf gegen Napster: Sie hat die Musik-Tauschbörse wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen vor Gericht gezerrt. (axv)