US-Tauschbörsenanbieter unter Druck

Die jüngst gegen P2P-Betreiber verschickten Unterlassungsaufforderungen der RIAA scheinen zu fruchten: Die Musiktauschbörse WinMX hat ihren Dienst eingestellt und auch andere P2P-Anbieter reagieren.

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Von
  • Volker Zota

Die Musiktauschbörse WinMX hat ihren Dienst eingestellt. Damit scheinen die jüngst von der Recording Industry Association of America (RIAA) verschickten Unterlassungsaufforderungen zu fruchten, zumal auch andere P2P-Anbieter reagiert haben. Nachdem der US Supreme Court kürzlich entschied, dass die Tauschbörsenbetreiber für die Handlungen ihrer Nutzer zur Verantwortung gezogen werden könnten, verlangt die RIAA nun von insgesamt sieben US-amerikanischen P2P-Betreibern, nicht autorisierte Downloads zu unterbinden.

WinMX-Betreiber Frontcode nahm nun die Webseiten frontcode.com und winmx.com vom Netz und hat offenbar seine zentrale Server-Farm abgeschaltet. LimeWire versucht, sich anders aus der Affäre zu ziehen: Wer die kostenlose Basic-Version der P2P-Software herunterladen will, muss zunächst die Frage beantworten, ob er gedenkt, mit der Software eventuell Urheberrechte zu verletzen. Wer dies bejaht, darf die Software nicht herunterladen.

Auf den Seiten von Free Peers, dem Anbieter von BearShare, findet sich bisher keinerlei Reaktion auf die Forderungen der RIAA, auch die Software lässt sich weiterhin herunterladen. (vza)