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US-Universität überwacht Campus-Netz wegen P2P-Tauschbörsen

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Die Universitäten in den USA gelten als Hauptbeteiligte am Peer-to-Peer-Tausch von Musik und Filmen über das Internet -- ein junges, medieninteressiertes Publikum an kostenlosen Breitbandzugängen. Seit Oktober vergangenen Jahres versuchen die Rechteinhaber auf die Universitätsdirektoren einzuwirken, schärfer gegen den Missbrauch der Universitäts-Netze vorzugehen. Die University of Wyoming arbeitet mit der kalifornischen Firma Audible Magic zusammen, die ein System entwickelt hat, das urheberrechtlich geschützte Daten im Netzwerk erkennen kann.

Zu diesem Zweck wird der gesamte Netzwerkverkehr auf Router-Ebene überwacht -- alle Dateien, die per ftp oder Gnutella-Protokoll transportiert werden, stellt das System wieder her. Danach sorgt eine Fingerprinting-Technologie von Audible Magic dafür, dass geschützte Musikstücke automatisch erkannt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Daten lediglich protokolliert -- die Universitätsleitung setzt auf einen Abschreckungseffekt durch das Monitoring. Auch in Deutschland gibt es seitens der Medienbranche Bestrebungen, Tauschnetzwerke wie eDonkey überwachen zu lassen. (sha)

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