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US-Verteidigungsminister: Antwort auf russische Hackerangriffe war sicherlich erst der Anfang

Ashton Carter, der Verteidigungsminister der USA, hat während seines abschließenden Briefings im Pentagon darauf hingewiesen, dass die Sanktionen gegen Russland sicherlich nur der Anfang einer Reihe von Vergeltungsmaßnahmen wären.

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Carter: Antwort auf russische Hackerangriffe war erst der Anfang

US-Verteidigungsminister Ashton Carter bei einem Vortrag im März 2015

(Bild: Glenn Fawcett, Gemeinfrei )

Die Vergeltungsmaßnahmen der USA auf mutmaßliche russische Hackerangriffe sind nach Darstellung von Verteidigungsminister Ashton Carter vermutlich noch nicht abgeschlossen. "Es hat einige Antworten gegeben. Ich denke, man sollte das als Anfang betrachten, nicht als das Ende", sagte Carter am Dienstag bei seiner letzten Pressekonferenz im Pentagon, ohne weitere Details zu nennen. Carter wollte die Hackerangriffe nicht als Kriegshandlung werten, erklärte sie aber zu einem "aggressiven Akt".

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Auf die Frage hin, ob die Amerikaner Wladimir Putin vertrauen sollten und wie er generell die Rolle von Russland sehe, erklärte er, dass die USA ein entschiedenes und "ausgeglichenes" Verhältnis zu Russland unterhalten. Mal stünden sie Russland kritisch gegenüber, wie im Fall der Ukraine oder den aus US-Sicht kontraproduktiven Eingriffen in Syrien. Gleichzeitig arbeite man teils sehr produktiv zusammen – etwa im Bezug auf Nordkorea und den Iran. Man sei sich nicht in allen Fragen einig, sollte aber versuchen, gemeinsame Interessen zu finden und zu verfolgen. Er machte aber auch deutlich, dass für die USA in der Zusammenarbeit nationale Interessen maßgeblich seien.

Die scheidende US-Regierung unter Präsident Barack Obama beschuldigt die russische Regierung, hinter einer Reihe von Hackerangriffen auf Computer der Demokraten während des Wahlkampfes zu stehen, um so die Präsidentschaftswahl zugunsten des Republikaners Donald Trump zu beeinflussen. Als Reaktion hatte Obama vor wenigen Tagen eine Reihe von Sanktionen gegen Moskau verhängt. Außerdem wurden 35 russische Diplomaten aus den USA ausgewiesen. Obama deutete zudem einen verdeckten Gegenangriff an.

Der Kreml weist die Hackervorwürfe zurück. Der künftige US-Präsident Donald Trump äußerte wiederholt Zweifel an einer Spur nach Moskau, hatte sich aber zuletzt nach einem Briefing durch die Geheimdienste über ihre Erkenntnisse eher zurückgehalten. Einen Einfluss auf das Wahlergebnis weist er weiterhin zurück. (kbe)

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