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US-Videospielemarkt schrumpfte im März um 17 Prozent

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Auf dem US-amerikanischen Markt für Videospiele und Spielkonsolen wurden im März 1,43 Milliarden US-Dollar (1,09 Milliarden Euro) umgesetzt. Das sind laut den Zahlen der Marktforscher der NPD Group 17 Prozent weniger als im Vorjahr, berichten US-amerikanische Medien. Mit Spielen wurden 793 Millionen US-Dollar umgesetzt, 17 Prozent weniger als vor einem Jahr, der Umsatz mit Hardware schrumpfte um 18 Prozent auf 456 Millionen US-Dollar. Erstmals seit 14 Monaten sei der Absatz von Nintendos Wii-Spielkonsole zurückgegangen, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Demnach wurden in den USA im März 601.000 Wiis verkauft, 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im vorigen Jahr sei der Verkauf von Nintendos Spielkonsole durch das Erscheinen des Spieltitels Super Smash Bros. befördert worden. Ein derartiger Titel habe in diesem Jahr gefehlt, erläutert NPD-Analystin Anita Frazier. Microsoft steigerte die Zahl der ausgelieferten Xbox 360 um 26 Prozent auf 330.000, während Sony mit 218.000 Playstation 3 15 Prozent weniger absetzte.

Frazier hebt hervor, dass voriges Jahr das Osterfest in den März fiel, in diesem Jahr in den April. Die Geschenkkäufe anlässlich des Festes hatten im März 2008 rund 8 Prozent des gesamten Monatsabsatzes ausgemacht. Insgesamt sei der März 2009 stabil verlaufen, sagte Frazier. Analysten warnen laut Wall Street Journal vor ein paar harten bevorstehenden Monaten. In diesen könne sich das Wachstum "dramatisch verlangsamen", da im vorigen Jahr die beliebtesten Spiele zwischen März und Juni auf den Markt gekommen seien. Erst danach werde die Videospiele-Industrie zu "stabilem Wachstum" zurückkehren.

Im ersten Quartal 2009 zusammengenommen setzte die US-Videospiele-Industrie 4,25 Milliarden US-Dollar um, ungefähr so viel wie im Vergleichsquartal des Vorjahres. In einer anderen Untersuchung ermittelte die NPD Group, dass 65 Prozent der US-Amerikaner beabsichtigen, in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr ähnlich viel oder mehr Geld für Videospiele ausgeben. Aus diesen und anderen Zahlen schließen die Marktforscher, dass Unterhaltungsware auch in ökonomisch schwierigen Zeiten weiterhin gefragt ist. (anw)