US-Videothekenkette entscheidet sich für Blu-ray Disc

Nach einer Testphase hat sich die US-Kette "Blockbuster" entschieden, sein HD-Disc-Angebot landesweit auf 1700 Filialen auszuweiten – lässt HD DVDs dabei allerdings außen vor.

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Von
  • Nico Jurran

Die US-Videothekenkette Blockbuster hat bekannt gegeben, ab Juli landesweit in 1700 Filialen hochaufgelöste Filme zur Miete anzubieten. Ende 2006 hatte das Unternehmen mit der testweisen Vermietung von HD-Discs in 250 Filialen begonnen. Allerdings wird es bei Blockbuster in den jetzt neu hinzukommenden Geschäften lediglich Titel auf Blu-ray Disc geben, das Konkurrenzformat HD DVD bleibt außen vor.

Auslöser für diese Entscheidung war nach Angaben der Unternehmensführung, dass in den 250 Testfilialen bislang 70 Prozent der Kunden zu Blu-ray Discs griffen. "Die Kunden senden uns eine Nachricht", kommentierte Matthew Smith, seines Zeichen Senior Vice President bei Blockbuster, gegenüber US-Medien. Blockbuster werde HD DVDs daher nur noch in den ersten 250 Filialen sowie online zur Miete anbieten.

Das HD-DVD-Lager reagierte erwartungsgemäß negativ auf die Nachricht. Die HD DVD Promotion Group nannte die Entscheidung "kurzsichtig", zumal die höhere Blu-ray-Mietquote bei Blockbuster einfach auf die stärkere Titelliste des Formats in den ersten drei Monaten des Jahres zurückzuführen sei. Ken Graffeo, Co-Präsident der Gruppe und bei Universal Studio Home Entertainment für die HD DVD zuständiger Manager, vertrat gegenüber der US-Presse die Ansicht, dass sich innerhalb einer so kurzen Zeitspanne die Meinung der Konsumenten nicht messen lasse. (nij)