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US-Wähler sind zu unaufmerksam

Viele kontrollieren nur selten den Papierbeleg von Wahlmaschinen. Damit machen sie es Hackern leicht, warnen Forscher der Universität von Michigan.

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(Bild: 3dfoto / shutterstock.com)

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Kurz vor der ersten US-Präsidentschaftsvorwahl am 3. Februar in Iowa wirft eine neue Studie Fragen über die Hackbarkeit von Wahlcomputern auf. Das überraschende Ergebnis: Die Wähler selbst könnten ein bedeutendes Sicherheitsrisiko sein. Das berichtet Technology Review online in "US-Wähler machen Wahlmaschinen anfällig". Zum einen überpüften die meisten Wähler nicht, ob ihre Stimmabgabe korrekt registriert wurde, auch wenn sie nach der Stimmabgabe einen Papierbeleg ihrer Auswahl zur Kontrolle erhalten. Das Ziel des Stimmzettels ist, dass Hacker den Wahlnachweis nicht ohne weiteres ändern können. Zum anderen haben selbst die wenigen Wähler, die die Papierfassung prüfen, fast nie einen Fehler entdeckt. Ihnen fiele somit nicht auf, wenn eine Wahlmaschine kompromittiert ist und die Stimme anders als ausgewählt vergibt.

Das Problem dabei ist, dass mindestens 18 Prozent der US-Wahlkreise Wahlmaschinen mit Wahlzettel-Ausgabe verwenden, wie die Washington Post berichtet. "Basierend auf dem Verhalten von 241 Probanden in einer realistischen Wahllokalumgebung stellen wir fest, dass die Fehlererkennungs- und Berichterstattungsraten mangels spezifischer Gegenmaßnahmen gefährlich niedrig sind", schreiben die Forscher von der Universität von Michigan. Mehr als 93 Prozent der Wähler übersahen Fehler. Zudem überprüften lediglich 40 Prozent von ihnen die gedruckten Stimmzettel, und nur sechs Prozent fanden Fehler, obwohl sie absichtlich bei jedem einzelnen Stimmzettel eingeführt wurden.

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(vsz)