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US-Whistleblower ehren Edward Snowden für seine Enthüllungen

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Edward Snowden hat sich in Moskau mit mehreren US-amerikanischen Whistleblowern getroffen und von ihnen den Sam Adams Award entgegen genommen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Den Preis verleihen jedes Jahr die Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence, eine Gruppe ehemaliger CIA-Mitarbeiter, für Integrität und Ethik an Geheimdienstler oder Whistleblower. Benannt ist er nach einem Whistleblower im Vietnamkrieg.

Zur Übergabe des Preises reisten neben der Journalistin und Wikileaks-Aktivistin Sarah Harrison nun Coleen Rowley, Thomas Drake, Jesselyn Radack und Ray McGovern. Die vier haben für das FBI, die NSA, das US-Justizministerium beziehungsweise die CIA gearbeitet und Geheimnisse an die Öffentlichkeit gebracht. Teilweise äußern sie sich weiterhin kritisch. Ihnen zufolge sah Snowden bei der Übergabe gut aus. Er sei überzeugt, das richtige getan zu haben und stelle sich seiner Zukunft. Snowden hatte in Russland temporäres Asyl erhalten, nachdem die USA erfolglos versucht hatten, seiner habhaft zu werden.

Im Juni hatte der Guardian und die Washington Post mit den Enthüllungen über die immensen Überwachungsprogramme westlicher Geheimdienste begonnen und eine weltweite Diskussion ausgelöst. Grundlage für die Berichte sind Dokumente, an die Edward Snowden in seiner Funktion als Analyst des US-Geheimdienstes NSA gelangt war. Die hatte er an sich gebracht, bevor er seine Heimat verließ und nach Beginn der Enthüllungen über Hongkong Russland erreichte. Am gestrigen Donnerstag hat auch Snowdens Vater auf dem Weg zu seinem Sohn die russische Hauptstadt erreicht. (mho)

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