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USA: FCC überdenkt Handy-Grenzwerte

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Die US-amerikanische FCC (Federal Communications Commission), vergleichbar mit dem mittlerweile in der deutschen Bundesnetzagentur aufgegangenen Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation, will ihre 17 Jahre alten Maßstäbe für Handy-Sicherheit überprüfen. Diese Richtlinien basieren auf Tierversuchen aus den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts.

Am Karfreitag hat die Kommission öffentlich einem Antrag zugestimmt, die derzeitigen Anforderungen an Handys zur Umweltverträglichkeit und zum Strahlenschutz neu zu bewerten und bei Bedarf anzupassen. Die Behörde begründet den Entschluss mit der Forderung des nationalen Gesetzes für Umweltpolitik (NEPA), das die regelmäßige Überprüfung der staatlichen Richtlinien vorsieht.

Aufgrund bisheriger, von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgewerteter statistischer Untersuchungen hatte die FCC bislang keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Krebsrisiken erkannt, wohl aber die Empfehlung ausgesprochen, man könne ja beim Telefonieren per Handy entweder dessen Lautsprech-Funktion oder schlicht ein Headset nutzen. Sie hat diese Maßnahmen aber ebenso wenig als notwendig eingestuft wie verschärfte Sicherheitshinweise.

Theoretisch könnte die jetzt anberaumte neue Betrachtung zu neuen Messvorschriften und daraufhin zu neuen Regeln der Handyzulassung führen. Befragt durch das Web-Magazin Cnet erklärte aber ein Sprecher des Industrieverbands CTIA, er begrüße zwar die Aufmerksamkeit der FCC, sein Verband sei aber zuversichtlich, die gegenwärtigen FCC-Richtlinien würden sich als unbedenklich für Verbraucher bestätigen. (hps)