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USA: "Googeln" ist das Wort des Jahrzehnts

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"Googeln" ist das Wort des Jahrzehnts. Die American Dialect Society (ADS) wählte das Verb "to google" aus zahlreichen Vorschlägen aus, darunter auch "9/11", "war on terror", "green" und "blog". Zum Wort des Jahres 2009 kürten die US-amerikanischen Sprachforscher "tweet", die über Twitter verbreitete Kurznachricht. Das neue Wort konnte sich gegen ebenfalls nominierte Begriffe wie "H1N1" und "fail" durchsetzen. "Beide Worte sind Produkte des Informationszeitalters", kommentierte ADS-Exekutivsekretär Grant Barrett. "Ich dachte, 'Blog' würde in der Kategorie Wort des Jahrzehnts die Auszeichnung bekommen." Allerdings würden einfach mehr Menschen googeln und nicht so viele bloggen, erklärte Barrett weiter. "Außerdem denken viele Leute, dass 'blog' einfach hässlich klingt".

"Fail", im Hauptwettbewerb knapp geschlagen, schaffte es immerhin in der Kategorie der nützlichsten Begriffe auf den Spitzenplatz. Die nach Ansicht der ADS überflüssigste Wortschöpfung des vergangenen Jahres geht auf das Konto der Tierschutzorganisation Peta, die Fische als "Meeres-Kätzchen" ("sea kittens") bezeichnet. Zum beschönigendsten Begriff des Jahres wählte die Gesellschaft "hike the Appalachian trail" (den Wanderpfad durch die Appalachen nehmen): Der Gouverneur des US-Bundesstaates South Carolina hatte mit dem angeblichen Wanderausflug seine mehrtägige Abwesenheit erklärt und versucht, eine außereheliche Affäre zu vertuschen. Statt in den Appalachen war er, wie sich hinterher heraustellte, bei seiner Geliebten in Argentinien. (vbr)

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