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USA: Registrierungspflicht wohl bald auch für private Drohnen

Private Kopter stören zunehmend den Flugverkehr und behindern sogar Rettungsflüge. US-Behörden planen daher laut US-Medienberichten eine Registrierungspflicht auch für nicht kommerziell betriebene Drohnen.

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Kameradrohne

(Bild: dpa, Felix Frieler)

Am kommenden Montag werden die Bundesluftfahrtbehörde und das Verkehrsministerium Pläne vorstellen, nach denen alle unbemannten Flugkörper registriert werden müssen. Das berichtet der US-Nachrichtensender NBC News. Bislang galt solch eine Registrierungspflicht in den USA nur für kommerziell genutzte Drohnen. Das neue System soll demnach gemeinsam mit der Industrie eingerichtet werden und Ende November einsatzbereit sein. Hintergrund sind sicher auch Berichte über Behinderungen, Beinahe-Kollisionen und potentiell gefährliche Abstürze, die mit der wachsenden Beliebtheit von Multikoptern zugenommen haben.

"Ich befürchte, dass die Bundesluftfahrtbehörde und das Verkehrsministerium nichts vorschlagen werden, das uns beim weiteren Ausbau der Drohnenindustrie weiterhilft", zitiert Fortune die Vorabkritik des Geschäftsführers der Small U.A.V. Coalition Michael Drobac. "Dies muss von der Industrie geführt werden." Der von ihm vertretenen Lobbyorganisation gehören unter anderem Google, Amazon und Actionkamerahersteller GoPro an.

In Deutschland müssen Multikopter bislang nicht generell registriert werden, aber in bestimmten Fällen eine Flugerlaubnis haben. Unabhängig davon gelten für jeden Drohnenflug Regelungen, die Gefährdungen verhindern sollen. Großbritannien hatte kürzlich die zunehmenden Konflikte zum Anlass genommen, mit einer Kampagne für Drohnenbesitzer über die in Großbritannien geltenden Regeln aufzuklären. (anm)

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