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USA beginnen Studie mit neuartigem Impfstoff gegen den Zika-Virus

Der Zika-Virus hat über Touristen inzwischen auch den Süden der USA erreicht. Die Behörden des Landes testen vor diesem Hintergrund einen Impfstoff auf der Basis von künstlich erzeugter Viren-DNA.

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(Bild: James Gathany / CDC / PD)

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In einer Studie sollen 120 Freiwillige in drei US-Bundesstaaten einen neuartigen Impfstoff gegen den Zika-Virus bekommen. Eine mit dem Geschehen vertraute Person bestätigte, dass die Tests Anfang August begonnen haben. Hinter dem sogenannte DNA-Impfstoff steht ein neues Konzept für Impfungen: Statt modifizierter echter Viren werden künstlich hergestellte Teile ihrer DNA verabreicht. Das berichtet Technology Review online in "DNA-Impfstoff gegen Zika-Virus".

Auch zwei private Unternehmen, Inovio Pharmaceuticals und GeneOne Life Science, gaben Ende Juli bekannt, in Miami Tests mit einem anderen DNA-Impfstoff gegen Zika begonnen zu haben. "DNA-Impfstoffe sind ein relativ neues Konzept, aber es sieht so aus, als wären sie wirksam", sagt Joel Maslow, medizinischer Leiter von GeneOne.

Auf dem US-Festland wurden insgesamt bereits mehr als 1000 Zika-Fälle registriert, bei denen es sich aber zunächst ausschließlich um Ausländer oder ihre Partner handelte. Am letzten Juli-Wochenende aber bestätigten die Behörden vier lokale Infektionen in Miami; dies bedeutet, dass der Virus bei Mücken in der Stadt Fuß gefasst hat. Auslöser dafür waren wahrscheinlich Touristen nach ihrer Rückkehr aus Lateinamerika, wo der Virus seit vergangenen Jahr wütet. Wenn sie eine infizierte Person gestochen haben, können Mücken die Krankheit an andere Menschen weitergeben.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)