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USA proben Gegenwehr gegen Cyber-Attacken

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In den USA läuft derzeit ein Manöver der besonderen Art. Drei Tage lang simuliert der US-Geheimdienst CIA einen Angriff auf die Informationsinfrastruktur und übt Gegenmaßnahmen. Das geht aus US-Medienberichten hervor, vom CIA selbst gibt es dazu bislang keine Stellungnahmen. Mit der dreitägigen Aktion "Silent Horizon", die am heutigen Donnerstag endet, soll das Potenzial der Regierung und von Privatunternehmen ausgelotet werden, auf Internetstörungen zu reagieren, die mehrere Monate anhalten.

In dem Szenario versetzen sich die etwa 75 beteiligten Beamten in eine fiktive Situation in fünf Jahren, in der beispielsweise Hacker einer Anti-Globalisierungsbewegung und andere Mitglieder einer weltweiten Allianz gegen die USA vorgehen. Das Schadensausmaß soll dem entsprechen, das durch die Anschläge vom 11. September 2001 verursacht wurde.

Ein ähnliches Manöver veranstaltete im August 2002 das U.S. Naval War College. Ziel der Simulation war es, zu untersuchen, auf welchen Wegen und in welcher Form Angriffe geschehen könnten und wie am besten auf sie reagiert werden müsse. Seinerzeit rechnete jeder zweite IT-Fachmann in den USA mit einer großen Cyberattacke im Jahr 2003. Dazu ist es nicht gekommen. Überhaupt gehen US-Sicherheitsexperten mittlerweile davon aus, dass die USA eher durch konventionelle oder biologische Anschläge oder solche mit radioaktiven Materialien bedroht seien. FBI-Direktor Robert Mueller hatte zwar darauf hingewiesen, dass Terroristen verstärkt Computer-Experten rekrutierten, diese aber meistens weder die technischen Möglichkeiten noch die Motivation hätten, wichtige Infrastrukturen anzugreifen. (anw)