USA und China richten Arbeitsgruppen für Internet-Sicherheit ein

Bei seinem China-Besuch hat der US-Außenminister die Einsetzung von Arbeitsgruppen zu den Themen Cyber-Security und globaler Klimaschutz vereinbart.

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Die USA und China haben vereinbart, gemeinsam an den Themen Cyber-Sicherheit und Klimaschutz zu arbeiten, sagte US-Außenminister John Kerry bei seinem China-Besuch in Peking. Dazu sollen gemeinsame Expertengruppen eingerichtet werden. Details hierzu wurden nicht bekannt. Kerry sagte außerdem, beide Seiten seien sich einig darüber, dass verstärkte Anstrengung nötig seien, um Hacker-Angriffe zukünftig abzuwehren. Internet-Kriminalität genießt unter den Sicherheitsfragen inzwischen höchste Priorität in Washington und wird auch in anderen Ländern immer mehr als Bedrohung wahrgenommen.

In den letzten Monaten wurde China vorgeworfen, für Cyber-Attacken auf Computernetzwerke der US-Regierung und privater Unternehmen verantwortlich zu sein. In jüngster Zeit sind die New York Times und die Washington Post ausspioniert worden – wie US-Regierungskreise vermuten, von chinesischen Hackern. Im Februar veröffentlichte eine US-Sicherheitsfirma einen Bericht, in dem von einer geheimen militärischen Einheit Chinas die Rede ist, die hinter vielen Angriffen stehe. Die chinesische Regierung hat dies wiederholt dementiert und behauptet, selbst Opfer von Angriffen zu sein und zwar aus den USA.

In Sachen Klimaschutz veröffentlichte die US-Regierung eine gemeinsame Erklärung. Darin heißt es, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Volksrepublik China erkennen, dass die zunehmenden Gefahren durch den Klimawandel stärker fokussiertes Handeln erforderten. In beiden Ländern bestehe wissenschaftlicher Konsens über den durch Menschen verursachten Klimawandel, den starken Anstieg der durchschnittlichen globalen Temperaturen im letzten Jahrhundert, die alarmierende Versauerung der Ozeane, den rapiden Verlust des arktischen Meereises und die auffallende Häufigkeit extremer Wetterereignisse auf der ganzen Welt. (jes)