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USA und EU einigen sich über Galileo

Die USA und die Europäische Union haben ihren jahrelangen Streit über den Bau des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo beigelegt, teilte die EU- Kommission in Brüssel mit. Beide Seiten konnten Vereinbarungen treffen, die die Interoperabilität des amerikanischen GPS (Global Positioning System) und des europäischen Galileo-Systems gewährleistet.

Ein Kernpunkt der Streitigkeiten waren die von Galileo genutzten Frequenzbereiche, die sich mit denen des GPS-Systems teilweise überschneiden -- ausgerechnet Frequenzen, die das amerikanische Millitär benutzt. Bei der Kommission hieß es, die Europäer hätten sich auf den Kompromiss eingelassen auf andere Frequenzen auszuweichen. Im Gegenzug verzichten die US-Amerikaner auf ein Vetorecht gegen eine spätere Weiterentwicklung des europäischen Navigationssystems.

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Galileo soll ab 2008 einsetzbar sein. Bis dahin muß ein Netz von Bodenstationen und über 30 Satelliten über den Globus verteilt werden. Die Kosten für dieses Projekt sollen bei 3,2 Milliarden Euro liegen. (rro)

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