USB 4 kann mit "DisplayPort Alt Mode 2.0" 16K-Displays ansteuern

Der Bildübertragungsstandard DisplayPort 2.0 wird Teil von USB 4: Über ein USB-C-Kabel lassen sich so besonders hochauflösende Monitore anschließen.

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USB 4 kann mit „DisplayPort Alt Mode 2.0“ 16K-Displays ansteuern

(Bild: VESA)

Von
  • Mark Mantel

Die Video Electronics Standards Association (VESA) gibt ihren Bildübertragungsstandard DisplayPort 2.0 zur Nutzung über USB 4 frei. Das Ganze heißt DisplayPort Alt Mode 2.0 und erlaubt die Übermittlung von bis zu 77,37 Gigabit pro Sekunde über ein einzelnes USB-C-Kabel.

Die Übertragungsrate reicht, um ein 8K-Signal (7680 × 4320 Pixel) mit 10 Bit und 60 Hertz ohne Komprimierung weiterzugeben. Mittels Datenstromkomprimierung (Display Stream Compression, DSC) sind auch 16K (15360 × 8460) mit 10 Bit und 60 Hertz drin. Für die maximale Geschwindigkeit benötigt DisplayPort Alt Mode 2.0 jedoch alle vier High-Speed-Lanes. Läuft über dasselbe Kabel eine schnelle USB-Verbindung (jenseits von USB 2.0) halbiert sich die Übertragungsrate für den Monitor.

Der bisherige DisplayPort Alt Mode 1.0b nutzt zwei (HBR3-)High-Speed-Lanes über USB 3.2 Gen 2 und kann so maximal ein 4K-Display (3840 × 2160 Pixel) mit 60 Hertz befeuern. Da USB 4 auf Thunderbolt 4 aufbaut, könnte Thunderbolt 4 künftig ebenfalls ein Upgrade von DisplayPort Alt Mode 1.0b auf Version 2.0 erhalten – die dafür nötige Geschwindigkeit hat der Standard.

Außer der gestiegenen Übertragungsrate kommt der DisplayPort Alt Mode 2.0 auch mit allen Features von DisplayPort 2.0 daher, darunter die Stromsparfunktion Panel Replay: Das Display bekommt nur dann neue Daten von der Bildquelle zugeschickt, wenn sich der Inhalt ändert. Zudem übermittelt DP 2.0 bei Bedarf nur einen Teil des Bildes neu, zum Beispiel, wenn sich auf dem Desktop der Mauszeiger bewegt.

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VESA erwartet ab dem kommenden Jahr 2021 erste Geräte, die mit dem DisplayPort Alt Mode 2.0 umgehen können. Zunächst müssen AMD, Intel und Nvidia Grafikkarte beziehungsweise -chips vorstellen, die DisplayPort 2.0 unterstützen. Aktuelle GeForces und Radeons beherrschen DisplayPort 1.4, Intel-GPUs DP 1.2. (mma)