USB-Spionageköder: Niederländische Firma beißt nicht an

Auf dem Parkplatz der niederländischen Firma DSM wurden USB-Sticks ausgelegt, auf denen sich Keylogger befanden.

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Von
  • Martin Fischer

Mehrere auf dem Parkplatz des niederländischen Chemiekonzerns DSM ausgelegte USB-Sticks enthielten nach einem Bericht der Sittarder Zeitung Dagblad De Limburger Schadsoftware, die zur Wirtschaftsspionage dienen kann. Offenbar spekulierten die unbekannten Stick-Spender darauf, dass DSM-Mitarbeiter die vermeintlich von jemandem verlorenen Sticks mitnehmen und in ihre Bürorechner stecken sollten.

Nach einer Analyse der IT-Abteilung befanden sich auf den USB-Sticks Keylogger, die direkt nach dem Einstecken auf den Rechner gelangen, eingegebene Nutzernamen und Passwörter mitschreiben und an Server im Internet übermitteln. Daraufhin blockierte DSM die betreffenden IP-Adressen. Einem Unternehmenssprecher zufolge sind keine Schäden entstanden, da sich der erste Finder eines solchen Sticks gleich an die IT-Abteilung wandte. Das Unternehmen entschied sich, die Polizei nicht einzuschalten. (mfi)