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USB Typ C vereint viele Funktionen, verwirrt aber auch

Eine für alles: In eine USB-C-Buchse passen wendbare Stecker und sie kann außer USB-A auch DisplayPort, Lade- und Audiobuchse ersetzen; doch in der Praxis hakt es noch oft.

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USB Typ C

USB Typ C: Eine Buchse für USB, DisplayPort, Strom, Audio

USB Typ C verbreitet sich geschwind: Immer mehr Notebooks, (Mini-)PCs, Tablets und Smartphones sind mit den schlanken Buchsen ausgestattet. Hervorstechender Vorteil: Die Verbindung steht, egal in welcher Orientierung der Stecker in der Buchse sitzt – jedenfalls theoretisch. Denn in der Praxis klappt nicht einmal das zuverlässig, wie c't beim Test von USB-C-Mini-Docks festgestellt hat. Solche Adapter, auch USB-C-Hubs genannt, verbinden gleichzeitig USB-Geräte, HDMI- oder DisplayPort-Monitor und Ladegerät mit der USB-C-Buchse eines Tablets oder Notebooks.

In c't 4/17 haben wir auch Monitore mit Typ-C-Eingang ausprobiert, schnelle externe USB-3.1-SSDs getestet und erklären das Konzept von USB-C und Power Delivery (USB PD).

USB-C-Logos

USB-C verwirrt manchen Käufer, weil Erwartungen nicht selten vom tatsächlichen Funktionsumfang abweichen. Bei Mobilgeräten mit mehreren C-Buchsen ist oft nicht klar, welche Buchse was kann. Bei vielen Geräten funktionieren etwa die DisplayPort-Ausgabe oder das Aufladen nur an bestimmten USB-C-Buchsen. Eigentlich gibt es kleine Symbole, die den jeweiligen Fuktionsumfang kennzeichnen sollen, doch die drucken nur wenige Hersteller auf ihre Geräte.

Mancher erwartet auch, dass jede USB-C-Buchse die schnelle Datenübertragung nach USB 3.1 Gen 2 alias SuperSpeedPlus beherrscht. Das trifft aber nicht zu: Oft gibt es nur das schon mit USB 3.0 eingeführte SuperSpeed "ohne Plus" oder sogar – etwa bei Smartphones – bloß USB 2.0 HighSpeed. Dafür verzichten die ersten Smartphones schon auf Klinkenbuchsen und übertragen Audiosignale stattdessen ebenfalls per USB-C.

Auch bei den Monitoren gab es Überraschungen: Bei einem wurde etwa das Bild dunkler, wenn das angeschlossene Notebook zu viel Ladestrom zog.

Beim Einsatz von elektronisch markierten Kabeln mit 5 Ampere Belastbarkeit sind per USB PD Leistungen von bis zu 100 Watt möglich. USB Power Delivery ermöglicht es also im Prinzip, universelle Netzteile für Mobilgeräte vom Smartphone bis zum Notebook zu konstruieren.

Doch die Praxis sieht anders aus: Notebooks von HP beispielsweise schöpfen die volle Leistung nur aus USB-PD-Netzteilen der eigenen Marke. Außerdem sind derzeit erhältliche Netzteile und Mobilgeräte noch nicht zur kommenden Spezifikation USB PD 3.0 kompatibel, die auch Qualcomm Quick Charge 4.0 beherrschen können. Derzeit sind also noch keine wirklich universellen Netzteile absehbar.

Lesen Sie mehr zum Thema in c't 4/17:

(ciw)

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