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UWB-Chips mausern sich

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Die Wireless USB Promoter Group feiert die Zertifizierung der ersten Ultrawideband-Chips (UWB), die Geräte mit drahtlosen USB-Anschlüssen bescheren sollen. Intel, NEC und Alereon sind die ersten Unternehmen, die mit ihren Chips die Anforderungen der selbstauferlegten Zertifizierprüfungen für Certified Wireless USB erfüllen. Nun erwartet man erste WUSB-Geräte für das zweite Quartal 2007, darunter Erweiterungen wie Steckkarten oder USB-Stöpsel.

Im Sommer 2006, als erste Chips genau dieser drei Unternehmen ihre ersten herstellerübergreifenden Kompatibilitätsprüfungen erfolgreich absolvierten, ging man freilich noch davon aus, dass zum Beispiel Notebooks mit WUSB bereits Ende 2006 in den Handel kommen würden. Derzeit sind neben Entwicklerkits immerhin auch Testsysteme wie Tracer für die MAC-Layer-Kommunikation (LeCroy) und Protokoll-Analyzer sowie Frame-Generatoren erhältlich (beide von Ellisys).

Wireless USB ist eine von mehreren Anwendungen, die für den UWB-Funk gemäß der WiMedia-Spezifikation ausgelegt ist. Ultrabreitbandgeräte dürfen in verschiedenen, teils Gigahertz-breiten Bändern zwischen 3,1 bis 10,6 GHz senden. Die WiMedia-Spezifikation nutzt für die Übertragung derzeit nur 528 MHz breite Bänder, über die sie auf bis zu drei Meter Entfernung exakt die Bruttodatenrate des kabelgebundenen USB verspricht, nämlich 480 MBit/s. Bis zu 10 Meter Entfernung sollen noch 110 MBit/s möglich sein. (dz)