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Uber-Aktienkurs bricht weiter ein

Ubers Aktienkurs kennt derzeit nur eine Richtung: nach unten. Die Aktie liegt nun 17 Prozent unter dem Ausgabepreis. Konkurrent Lyft geht es nicht besser.

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Die Firmenzentrale des Fahrdienst-Vermittlers Uber in San Francisco.

Für die Uber-Aktie ist es nach dem verpatzten Börsendebüt auch an ihrem zweiten Tag steil abwärts gegangen. Das Papier verlor am Montag 10,75 Prozent und schloss bei 37,10 Dollar. Uber hatte die Anteilsscheine vergangene Woche noch für 45 US-Dollar an Investoren verkauft. Das war bereits am unteren Ende der beim Börsengang angepeilten Preisspanne. Nach zwei Handelstagen notiert das Papier des Fahrdienst-Vermittlers nun um mehr als 17 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Dass Aktien unter den Ausgabepreis fallen, ist gerade bei Internet-Firmen, die oft noch mit tiefroten Zahlen an die Börse gehen, nicht ungewöhnlich. Das war seinerzeit zum Beispiel auch bei Facebook der Fall, weil Anleger daran zweifelten, ob das Online-Netzwerk sein Geschäft auf Smartphones übertragen kann. Facebook konnte jedoch sein Geschäft ändern und die Aktie ist jetzt vier Mal mehr wert als beim Börsendebüt. Aktien einiger anderer einstiger Hoffnungsträger wie Groupon dümpeln dagegen tief unter dem Ausgabepreis herum.

Uber verliert rund eine Milliarde Dollar pro Quartal – das liegt aber nicht nur an den Rabattschlachten im Fahrdienst-Geschäft, sondern auch an hohen Ausgaben zur Entwicklung eigener Technik für selbstfahrende Autos. Eine Investition in Uber ist damit eine Wette darauf, dass die Firma zu einer führenden Plattform für den Transport von Menschen und Gütern werden kann. Allerdings fragen sich mehr Anleger inzwischen auch, ob im Geschäft der Fahrdienst-Vermittler am Ende überhaupt Geld verdient werden kann.

Es half auch nicht, dass wenige Tage vor der Uber-Aktienplatzierung der kleinere US-Rivale Lyft bei den ersten Quartalszahlen seit seinem eigenen Börsengang ein Milliarden-Minus meldete und für die nächste Zeit weitere Verluste in Aussicht stellte. Die Aktie, die Lyft noch zu einem Ausgabepreis von 72 Dollar an den Markt brachte, ging am Montag bei nur noch 48,15 Dollar aus dem Handel. Lyfts Börsenwert fiel an die Marke von 14 Milliarden Dollar. Uber ist nach seinem Kurssturz noch etwas mehr als 60 Milliarden Dollar wert. Bei der Vorbereitung des Börsengangs stellten die beteiligten Banken noch eine Bewertung von 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt haben. (olb)