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Uber, Lyft & Co. für Großteil des Stauanstiegs in San Francisco verantwortlich

In San Francisco gibt es mehr Staus, die Straßen sind immer verstopfter. Den größten Anteil daran haben Fahrdienst-Vermittler, sagt nun die zuständige Behörde.

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Uber, Lyft & Co. für Großteil des Stauanstiegs in San Francisco verantwortlich

Autos in San Francisco.

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Fahrdienst-Vermittler wie Uber und Lyft waren zwischen 2010 und 2016 für die Hälfte der zusätzlichen Staus in San Francisco verantwortlich. Das geht aus drei verschiedenen Maßeinheiten hervor, die die Transportation Authority der US-Westküstenmetropole für einen aktuellen Bericht verglichen hat. Demnach gehen 51 Prozent des Anstiegs von Staustunden, 47 Prozent des Anstiegs bei auf Straßen zurückgelegten Meilen und 55 Prozent der verringerten Geschwindigkeiten auf den Straßen auf die Fahrdienst-Vermittler zurück. Die in dem Zeitraum hinzugekommenen 70.000 Einwohner und 150.000 Arbeitsplätze sind demnach für den größten Teil des Rests verantwortlich.

Vor allem in den USA haben Dienste wie Uber und Lyft den Markt für Personenbeförderung in den vergangenen Jahren gehörig durcheinander gebracht. Beide Unternehmen wurden in San Francisco gegründet und vermitteln über eine App Passagiere mit Fahrern, die die Beförderung in ihren Privatfahrzeugen erledigen. Weil das eine ganze Reihe von Vorteilen hat – nicht zuletzt die im Vergleich zu Taxis geringeren Fahrpreise –, haben beide ein explosionsartiges Wachstum hingelegt. Die einst so ikonischen Taxiflotten in US-Metropolen sind teilweise fast komplett verschwunden. In anderen Staaten hat sich das Taxigewerbe bislang erfolgreich gegen die Konkurrenz gewehrt.

San Francisco ist der Ausgangspunkt für diese Entwicklung, hier lassen sich die Folgen ausgiebig analysieren, wie es die Transportation Authority getan hat. Sie ist unter anderem dafür zuständig, etwas gegen Staus zu unternehmen. Laut dem nun vorgelegten Bericht kamen die Fahrzeuge in San Francisco 2016 jeden Tag zusammen auf 40.000 Staustunden mehr als 2010. Jeden Tag wurden in der Stadt außerdem 630.000 Meilen (1,01 Millionen Kilometer) mehr in Fahrzeugen zurückgelegt.

Die Geschwindigkeit auf den Straßen ist demnach insgesamt um etwa ein Viertel gesunken. Gleichzeitig entfielen 15 Prozent aller innerstädtischen Fahrten auf Fahrdienst-Vermittler. Die Effekte seien aber nicht in allen Stadtteilen vergleichbar. So habe es in der Innenstadt einen deutlichen Anstieg der Stauzeiten gegeben, die zu ungefähr 45 Prozent auf das Konto von Uber & Co. gingen. In Touristenvierteln sei der Anstieg zwar geringer, hier liege der Anteil der Fahrdienst-Vermittler aber bei 73 Prozent.

Beide Unternehmen haben den Bericht kritisiert und die Schlussfolgerungen zurückgewiesen, berichtet Wired. So sei der Anstieg des Tourismus' ebenso wenig eingeflossen wie das Wachstum der Warenbeförderungen. Dass App-gestützte Fahrdienste nicht zu einer Verringerung des Verkehrs, sondern zu einer zusätzlichen Verstopfung der Straßen führen können, ist dabei jedoch keine neue Kritik. Studien haben dargelegt, dass durch die Dienste Menschen nicht auf ein Privatauto verzichten, sondern Menschen ohne Auto auf den öffentlichen Nahverkehr. (mho)

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