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Uber: Neuer Finanzchef nach dreijähriger Suche verpflichtet

Lange hat es gedauert, nun hat Uber einen neuen Finanzchef gefunden, wohl auch in Hinblick auf den angepeilten Börsengang 2019.

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Uber

(Bild: dpa, Eric Risberg)

Der Fahrdienstvermittler Uber hat nach über dreijähriger Suche einen neuen Finanzchef gefunden. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, Nelson Chai für den Posten verpflichtet zu haben. Der 53-Jährige führte zuletzt die Geschäfte des US-Versicherers Warranty Group und war zuvor unter anderem für den New Yorker Finanzdienstleister CIT sowie die Investmentbank Merrill Lynch und den Börsenbetreiber NYSE Euronext tätig.

Geplanter Börsengang

Der Neuzugang dürfte vor allem für die Planung von Ubers Börsengang wichtig sein, der für 2019 angepeilt wird. Ubers letzter Finanzchef Brent Callinicos war im März 2015 abgetreten. Die Suche nach einem Nachfolger zog sich Jahre hin und gestaltete sich schwierig. Das Wall Street Journal berichtet, dass Uber-Chef Dara Khosrowshahi vergeblich versucht habe, den Finanzchef Zane Rowe von der Softwarefirma VMware wegzulotsen.

Ungelöste Probleme

Ganz aufatmen kann Dara Khosrowshahi allerdings nicht, denn es steht noch eine Entscheidung zu dem Verfahren wegen den Sexismus-Vorwürfen bei Uber aus, die noch aus der Zeit des Gründers Travis Kalanick stammt. Uber hatte den 56 geschädigten ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern in einem Vergleich angeboten, insgesamt etwa 1,9 Millionen US-Dollar zu zahlen, ohne dabei die Schuld einzugestehen, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Außerdem läuft eine Sammelklage gegen Uber wegen Diskriminierung. Etwa 480 Mitarbeiter seien bei der Bezahlung und Beförderung benachteiligt worden, weil sie einen Migrationshintergrund besitzen. Eine Anhörung dazu ist für den 06. November angesetzt. (mit Material der dpa) / (olb)

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