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Uber analysiert Fahrverhalten seiner Kunden nach One-Night-Stands

Der Taxidienst Uber analysiert die Fahrten seiner Kunden offenbar sehr genau. So hat er nächtliche Fahrten daraufhin ausgewertet, ob es sich um One-Night-Stands handeln könnte.

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Uber analysiert Fahrverhalten seiner Kunden nach Seitensprüngen

Die Datenexperten von Uber filtern offenbar intern diejenigen Kunden heraus, die am Wochenende eine Fahrt zwischen 22 Uhr und vier Uhr nachts buchten – und dann vier bis sechs Stunden später eine weitere Fahrt in einem Radius von etwa 160 Metern des ursprünglichen Ziels anforderten. Diese Auswertungen im Detail beschreibt die Berliner Zeitung, die zu dieser Analyse gemeinsam mit der Redaktion von Panorama recherchiert hat.

Bei Archive.org ist das Blog-Post noch zu finden, in dem Uber seine Analysen erklärt.

Uber hatte das Verfahren selbst in einem Blog-Post beschrieben. Der Beitrag ist bei Uber mittlerweile gelöscht, aber bei archive.org noch einsehbar. Dem Titel des Posts nach nennt Uber diese Fahrten "Rides of Glory". Die Daten sind offenbar so genau, dass Uber auf ihrer Basis Karten generieren konnte, in denen Bezirke mit besonders vielen Rides of Glory farblich hervorgehoben sind.

Auf das Verfahren angesprochen, verteidigte der Uber-Deutschlandchef Fabien Nestmann das Vorgehen seines Unternehmens gegenüber der Berliner Zeitung und Panorama. Seiner Darstellung nach helfen die Rückschlüsse aus den Auswertungen, das Angebot zu verbessern. "Das ist Teil der Aktivität, die Uber machen muss und wird." Die Sammlung der Nutzerdaten sei Nestmann zufolge "Teil des Konzeptes" des Fahrtenvermittlers. Panorama berichtet am heutigen Donnerstag in seiner Sendung um 21.45 über die Analysen von Uber. (jo)

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