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Uber fährt Milliardenverlust ein

Es läuft nicht gut für Uber. Der Fahrdienstleister wurde im Geschäftsjahr 2017 nicht nur durch Skandale arg gebeutelt, sondern musste auch noch ein Minus von 4,5 Milliarden US-Dollar hinnehmen.

Uber

(Bild: dpa, Eric Risberg)

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Der US-Fahrdienstleister Uber hat im Geschäftsjahr 2017 einen Verlust von 4,5 Milliarden US-Dollar bei einem Gesamtumsatz von 7,4 Milliarden US-Dollar eingefahren. Das meldet das Technik-Portal The Information unter Berufung auf eine exklusive Präsentation der Unternehmenszahlen. Demnach fielen die Verluste im Schlussquartal niedriger als im Vorjahr aus.

Überraschend sind die Geschäftszahlen nicht, denn die präsentierten Umsätze der vorherigen Quartale hatten den hohen Jahresverlust bereits angedeutet. Im vierten Quartal fiel der Verlust im Jahresvergleich mit 1,1 Milliarden US-Dollar um 26 Prozent niedriger aus, berichtet The Information. Der Umsatz soll rund 2,3 Milliarden US-Dollar betragen und um 12 Prozent angezogen sein.

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Zugleich stieg das gesamte Buchungsvolumen aller durch die Uber-App vermittelten Fahrten dem Bericht nach um 14 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar an.

Uber war 2017 durch den Mitbegründer und damaligen Chef Travis Kalanick unter Beschuss geraten. Dem Manager wurde Sexismus und Diskriminierung vorgeworfen. Zusätzlich soll er Konkurrenten ausgespäht und Technologiedienstahl begangen haben. Außerdem verschwieg Uber einen Datendienstahl, bei dem 2016 rund 57 Millionen Datensätze von Fahrern und deren Kunden erbeutet wurden.

Kalanick musste den Chefposten unter dem Druck des Uber-Verwaltungsrates aufgeben. Sein Nachfolger ist seit September 2017 Dara Khosrowshahi. Er bemüht sich seitdem, das Unternehmen neu aufzustellen und den bisher eingeschlagenen, mitunter aggressiven globalen Expansionskurs Kalanicks zurückzunehmen. (olb)

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