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Uber holt sich weitere 1,6 Milliarden Dollar

Keine zwei Monate nach der vorigen Geldspritze holt sich Uber schon wieder mehr als eine Milliarde Dollar bei Investoren. Damit könnte der Taxi-Schreck seine internationale Expansion finanzieren.

Uber holt sich weitere 1,6 Milliarden Dollar

Uber-Chef Travis Kalanick

(Bild: dpa, Will Olivier)

Der Hunger des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers Uber auf frisches Geld scheint schwer zu stillen: Das Startup holte sich laut Medienberichten weitere 1,6 Milliarden Dollar bei Investoren. Diesmal gehe es um eine Wandelanleihe für Kunden aus der Vermögensverwaltung der Investmentbank Goldman Sachs, berichteten der Finanzdienst Bloomberg und das Wall Street Journal am späten Mittwoch.

Damit besorgte sich Uber bereits mehr als 4 Milliarden Dollar, den Großteil davon in weniger als zwei Monaten. Das ist ein Rekord für Startups. Mit dem Geld solle die internationale Expansion vorangetrieben werden, heißt es. Es ist nicht öffentlich bekannt, wie schnell Uber das Geld verbraucht. Bei der vorherigen großen Finanzierungsrunde Anfang Dezember hieß es in Medienberichten, ein Großteil einer im Sommer reingeholten Milliarden-Summe sei noch unangetastet.

Die nun von Goldman Sachs platzierte Wandelanleihe soll den Informationen zufolge über sechs Jahre laufen. Sollte Uber in diesem Zeitraum an die Börse gehen, würden die Zeichner der Papiere vergünstigt Aktien erhalten. Falls die Firma nach vier Jahren noch nicht an der Börse ist, sollen sie demnach von einem Zinscoupon – einem Teil der Anleihe, der zu einer Zinsbeteiligung berechtigt – profitieren.

Zudem befinde Uber sich weiter in Verhandlungen mit Hedgefonds und strategischen Investoren, um das Volumen der 1,2 Milliarden Dollar schweren Finanzierungsrunde von Anfang Dezember um 600 Millionen Dollar aufzustocken. Damals soll das Startup aus San Francisco mit rund 40 Milliarden Dollar bewertet worden sein. Wenig später hatte der chinesische Online-Riese Baidu seinen Einstieg bei Uber bekanntgegeben. Dabei soll es laut chinesischen Medienberichten um 600 Millionen Dollar gegangen sein.

Uber bietet eine App an, über die Nutzer einen Wagen zu ihrem Standort rufen können. Taxi-Branche und Behörden werfen Uber in vielen Ländern vor, den Wettbewerb zu verzerren, weil das Startup über seine App im Teil-Dienst UberPop auch Privatleute Fahrgäste befördern lässt – ohne die nach den jeweiligen Personenbeförderungsgesetzen nötigen Genehmigungen. Uber kontert, die Regelungen seien zum Teil veraltet und sollten nur das Taxi-Gewerbe schützen.

Uber-Chef Travis Kalanick kündigte vor wenigen Tagen auf der Internet-Konferenz DLD in München an, sein Unternehmen wolle Partnerschaften mit europäischen Städten schließen. Dann könne Uber noch 10.000 neue Jobs noch in diesem Jahr schaffen. (dpa) / (anw)

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