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Uber will "Amazon der Beförderung" werden

Ehrgeizige Pläne verfolgt der Fahrdienstvermittler Uber: Er will künftig zum größten Player bei der Personenbeförderung und beim Warentransport werden.

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Uber

Die Firmenzentrale des Fahrdienst-Vermittlers Uber in San Francisco.

(Bild: dpa, Eric Risberg)

Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat bekräftigt, dass der Fahrdienstvermittler eine Schlüsselrolle beim Verkehr der Zukunft weit über das heutige Kerngeschäft mit Chauffeur-Angeboten anstrebt. Uber wolle "das Amazon der Beförderung" werden, sagte Khosrowshahi in der Nacht zum Donnerstag auf einer Konferenz des Technologieblogs Recode in Kalifornien. Er spielte damit auf die Vision von Amazon-Gründer Jeff Bezos an, den Online-Händler zum "Allesverkäufer" zu machen. Uber kaufte jüngst einen Anbieter von Elektro-Leihfahrrädern und vermittelt in den USA zum Beispiel auch Fracht für Lastwagenfahrer.

In Zukunft will Uber unter anderem auch öffentliche Verkehrsmittel in die Berechnung der Beförderungs-Optionen einbinden. Ein ähnlich umfassendes Konzept verfolgen unter anderem auch Daimler mit seiner Tochterfirma Moovel, Ford sowie der Kartendienst Here, der den deutschen Autobauern Daimler, Audi und BMW gehört.

Zahmes Uber

Khosrowshahi betonte den Wandel von Uber nach Vorwürfen eines rücksichtslosen Geschäftsgebarens in der Vergangenheit. "Wir sind ein anderes Unternehmen, wir haben andere Werte", sagte Khosrowshahi auf der Recode-Konferenz. Uber hatte sich bei seiner aggressiven globalen Expansion unter dem Mitgründer Travis Kalanick mit Behörden und Taxi-Branche angelegt. Zudem wurde der Firma eine Unternehmenskultur voller Diskriminierung und Sexismus vorgeworfen. Das war einer der Gründe dafür, dass besorgte Investoren Kalanick vom Chefposten verdrängten und im Herbst Khosrowshahi an die Spitze kam. (olb)

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