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Uber will nun doch Roboterwagen-Erlaubnis in Kalifornien beantragen

Uber lenkt im Streit mit der Verkehrsbehörde ein und will nun doch in Kalifornien eine Fahrerlaubnis für seine autonomen Autos beantragen.

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Uber will nun doch Roboterwagen-Erlaubnis in Kalifornien beantragen

Ein teilautonomer Uber-Ford aus dem Mai 2016.

(Bild:  Foo Conner, CC BY 2.0)

Der Fahrdienst-Vermittler Uber gibt sich in seiner Kraftprobe mit der Verkehrsbehörde in Kalifornien geschlagen und will für seine autonomen Autos nun doch eine Erlaubnis beantragen. Derzeit werde an dem Antrag gearbeitet, erklärte eine Uber-Sprecherin der Zeitung Mercury News und dem Finanzdienst Bloomberg. Die Verkehrsbehörde erlaubte unterdessen den Betrieb einiger Fahrzeuge mit Ubers Roboterwagen-Technik, solange sie nur von Menschen gesteuert werden.

Uber hatte im Dezember seine Roboterwagen in San Francisco auf die Straße geschickt, ohne die spezielle Erlaubnis zu beantragen. Der Chef von Ubers Roboterwagen-Programm, Anthony Levandowski, argumentierte damals, in den Autos werde ein Mitarbeiter am Steuer benötigt, der die Fahrt überwache und bei Bedarf eingreifen könne. Technisch gesehen seien sie also mit Assistenz-Systemen unterwegs, wie sie auch andere Autos hätten.

Die Verkehrsbehörde ließ das nicht gelten und annullierte kurzerhand die Kennzeichen der 16 Uber-Fahrzeuge. Über 20 Unternehmen – darunter Google, Mercedes oder die chinesische Internet-Firma Baidu hatten sich solche Genehmigungen für ihre Roboterwagen geholt. Mit der Erlaubnis einher geht auch die Pflicht, Unfallsituationen und Zahlen zur Abschaltung der Roboterwagen-Software offenzulegen.

Uber arbeitet schon länger an selbstfahrenden Autos und erprobt seit dem Spätsommer Roboterwagen-Fahrten mit Passagieren an Bord in der US-Stadt Pittsburgh. Der Fahrdienst-Vermittler steht aktuell unter massivem Druck. Die Google-Schwesterfirma Waymo warf ihrem ehemaligen Top-Entwickler Levandowski in einer Klage vor, er habe vor seinem Abgang tausende vertrauliche Dokumente heruntergeladen. Uber bestreitet, gestohlene Technik zu nutzen und kündigte an, den Streit vor Gericht auszufechten. Es wurden auch Vorwürfe laut, die Unternehmenskultur diskriminiere Frauen. Gründer und Chef Travis Kalanick machte zudem eine schlechte Figur in einem Video, in dem er mit einem Uber-Fahrer stritt. (dpa) / (anw)

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