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Uber will verstärkt E-Bikes und Elektroautos in Deutschland vermitteln

Der Fahrdienstvermittler Uber setzt bei seinem Neuanfang in Deutschland auch auf Elektromobilität und plant die Vermittlung von E-Bikes in Berlin.

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Uber will verstärkt E-Bikes und Elektroautos in Deutschalnd vermitteln

(Bild: Jump / Uber)

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Uber will seine frisch dazugekauften Elektro-Fahrräder demnächst in Berlin auf die Straßen bringen. Die orangefarbenen E-Bikes von Jump sollen bis Ende des Sommers in der Hauptstadt verfügbar sein, kündigte Uber-Chef Dara Khosrowshahi am Mittwoch in Berlin an. Uber hatte das Start-up Jump Anfang April übernommen. Es ist Teil der neuen Strategie von Khosrowshahi, verstärkt auch andere Verkehrsmittel als Autos über die Plattform zu vermitteln.

Neuanfang mit Elektromobilität

Als weitere Neuerung will Uber nach einem Testlauf in München auch in Berlin Fahrten mit Elektrofahrzeugen vermitteln. Der Dienst UberGreen wurde in den vergangenen drei Monaten zunächst mit rund 30 Autos in München getestet. Dort wird der Service mit mehr Elektrowagen ausgebaut.

Die Investitionen seien auch ein Bekenntnis zum Standort Deutschland, unter anderem weil das Land eine zentrale Rolle bei der Mobilität der Zukunft spiele, sagte Khosrowshahi auf der Digitalkonferenz Axel Springer NOAH Berlin. Der Neuanfang in Deutschland solle auch eine Signalwirkung für den Wandel bei Uber selbst haben.

Uber hatte bei seiner aggressiven globalen Expansion zunächst auch in Europa sein in den USA erfolgreiches Modell eingeführt, bei dem Privatleute in ihren eigenen Autos Fahrgäste befördern. Das sorgte für Konflikte mit Behörden und Taxi-Branche und Uber stellte nach Gerichtsverfahren das Geschäftsmodell in Europa ein. Der Dienst ist in Deutschland derzeit nur als Vermittler von Taxis und Mietwagen mit Chauffeur in Berlin und München aktiv. Khosrowshahi wurde vor dem Berliner Tempodrom von protestierenden Taxi-Fahrern empfangen.

Vermittlung unterschiedlicher Verkehrsmittel

Beim Neustart in Deutschland will der Uber-Chef Fehler der Vergangenheit vermeiden. "Wir hatten einen sehr schlechten Start in Deutschland, und wir sind hier, um einen neuen Ansatz umzusetzen", sagte Khosrowshahi am Dienstagabend in Berlin. Der Fahrdienst-Vermittler will demnächst Gespräche mit Vertretern einzelner Städten und Bundesländer über Kooperationen aufnehmen.

Der neue Kurs unter dem seit vergangenem Herbst amtierenden Khosrowshahi ist, Uber zu einer App auszubauen, die verschiedenste Verkehrsmittel empfiehlt. "Autos werden für uns die gleiche Rolle spielen, wie einst Bücher für Amazon", sagte der Uber-Chef. Uber könnte den Nutzer in Zukunft auch empfehlen, den Weg zu Fuß zu laufen oder die U-Bahn zu nehmen. Es gehe darum, den besten Weg von A nach B vorzuschlagen.

E-Bikes in Berlin

In den USA legten Nutzer der Elektrofahrräder im Schnitt rund vier Kilometer zurück, das mache auch 30 bis 40 Prozent der Uber-Autofahrten in den Städten aus, sagte Khosrowshahi.

"Berlin wird die erste Stadt außerhalb der USA sein, in der Uber die Jump-Bikes nach der Übernahme einführen wird", sagte Europachef Pierre-Dimitri Gore-Coty der dpa. Um zu verhindern, dass Fahrräder wie bei anderen Anbietern in den Straßen herumliegen, werden Nutzer gebeten, sie mit den integrierten Schlössern fest anzuschließen. Man sei derzeit in Gesprächen mit Berlin darüber, wo dies erwünscht und unerwünscht sei. Uber sei auch an fester Infrastruktur für die E-Bikes interessiert.

Der Service mit Elektroautos solle rasch auch in anderen europäischen Städten gestartet werden, sagte Gore-Coty. Modelle der Autos dürften von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. "Wir sind jetzt in Gesprächen mit Autoherstellern, um passende Fahrzeuge zu finden." In Berlin werde voraussichtlich zunächst wie in München das Modell Renault Zoe zum Einsatz kommen. (olb)

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