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Ubisoft unterstützt freie 3D-Software Blender

Das Animationsstudio von Ubisoft will künftig die 3D-Software Blender nutzen. Außerdem unterstützt Ubisoft das Open-Source-Projekt auch finanziell.

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(Bild: Blender/Ubisoft)

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Das Ubisoft Animation Studio (UAS) will künftig die Open-Source-Software Blender nutzen – und zwar als Haupttool für die Erstellung digitaler Inhalte (Digital Content Creation, DCC). Dabei bleibt es nicht: Ubisoft unterstützt außerdem den Blender Development Fund als Gold-Mitglied, spendet also 30.000 US-Dollar pro Jahr. Das Animationsstudio ist seit 2011 Teil von Ubisoft Film and Television und will "AAA-Animationsserien" abliefern, schließlich erwarten die Käufer von Ubisoft auch "AAA-Videospiele". Der Anspruch ist also hoch.

Ubisoft will sich aktiv an der Weiterentwicklung von Blender beteiligen. Das Open-Source-Projekt "war für uns die offensichtliche Wahl", erklärt Pierrot Jacquet, Head of Production bei UAS. Die Blender-Community sei stark und engagiert. Von einem "Wunder" und "guten Nachrichten" spricht Blender-Gründer Ton Roosendaal. Er habe Ubisoft als marktführenden Spiele- und Medienproduzenten immer bewundert. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen."

Das Ubisoft Animation Studio war an der TV-Serie "Rabbids Invasion" beteiligt.

(Bild: UAS)

Das Ubisoft Animation Studio hat seinen Workflow verändert und setzt nun auf eine agile Entwicklung. In dem neuen Workflow wird Blender das bisherige DCC-Tool im Jahr 2020 ersetzen, vorher wird es in einem Projekt der Inkubator-Abteilung eingesetzt. Das kommende Blender 2.8 bezeichnet USA-Chef Jacquet als "Meilenstein für die CGI-Industrie".

Im Laufe des vergangenen Jahres hätten immer mehr Animatoren ein Interesse an der Software gezeichnet, erklärt Jacquet weiter. Das Team verspricht sich von Blender eine höhere Flexibilität, außerdem sollen Ressourcen frei werden. Bereits Jahre zuvor hatte sich Epic Games dazu entschlossen, Blender finanziell mit 10.000 Euro zu unterstützen. Epic stieg mit der Spende zu einem der Hauptsponsoren von Blender auf; einen ähnlichen Status hatte sonst nur die Valve Corporation inne – und nun eben auch Ubisoft. (dbe)