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Ubisofts Abzocke mit For Honor: Vollpreisspiel erfordert 732 US-Dollar für Ingame-Freischaltungen

Ubisoft verlangt für das Spiel For Honor zwischen 50 und 70 Euro. Wer alle Ingame-Ausrüstungsgegenstände und Emots haben möchte, muss 732 US-Dollar investieren oder ewig spielen. Das rechnet ein verärgerter Reddit-Nutzer vor.

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Ubisofts Abzocke mit For Honor: Vollpreisspiel erfordert 732 US-Dollar für Ingame-Freischaltungen

For Honor

Das Schwertkampfspiel For Honor erregt derzeit die Gemüter der Spielergemeinde. So setzt das mindestens 50 Euro teure Vollpreisspiel auf Mikrotransaktionen, um beispielsweise zusätzliche Ausrüstungsgegenstände, Animationen, Outfits und Finishing Moves im Spiel freizuschalten. Wie ein eifriger Reddit-Nutzer nun ausgerechnet hat, müssten Spieler rund 732 US-Dollar ausgeben, um alle Zusatzinhalte des Vollpreisspieles zu aktivieren.

Zwar lässt sich alles auch über das Sammeln der Ingame-Währung Stahl freischalten. Doch es würde locker ein paar Jahre dauern, die benötigte Summe von über einer Million Einheiten Stahl zusammen zu bekommen, sofern man täglich mehrere Stunden spielt. Für normale Casual-Spieler ist das nahezu nicht möglich – und das Kaufen von Paketen der Ingame-Währung Stahl eine zumindest greifbare Möglichkeit.

Ubisoft verkauft For Honor also zum Vollpreis, setzt aber trotzdem auf ein Free-to-Play-Bezahlmodell, was in der Form viele Spieler verärgert. Denn üblicherweise sind Free-to-Play-Spiele kostenlos und Anbieter verdienen ihr Geld ausschließlich über kostenpflichtige Zusatzinhalte. Auf Entwicklertreffen wie der Games Developer Conference wird von Branchenvertretern regelmäßig ausgelotet, wie man die Kunden dazu bekommt, teure Extras zu kaufen ohne sie zu verschrecken. Spieler, die große Summen von weit mehr als 100 US-Dollar ausgeben, haben in der Branche den Spitznamen "Whales", also Wale. Manche Spieler tappen dadurch in Kostenfallen, die sie schnell nicht mehr überblicken – die Anbieter wiederum freuen sich über zusätzliche Einnahmen.

For Honor (6 Bilder)

For Honor benötigt eine ständige Internet-Verbindung, um überhaupt zu starten.

Auch andere Titel sammeln Geld durch Ingame-Käufe, etwa das unfertige Star Citizen. Hier kann ein digitales Raumschiff schonmal über 300 US-Dollar kosten. Dabei ist bei Star Citizen sogar noch unklar, wann das Spiel überhaupt erscheinen wird – erstmal schwenken die Entwickler auf die Vulkan-Schnittstelle um.

For Honor ist ein Nahkampfspiel, bei dem der Spieler mit Rittern, Samurai und Wikingern Burgen und Festungen stürmt – jeweils mit unterschiedlichen Waffen und Spielstilen. Neben einer normalen Einzelspielerkampagne können mehrere Spieler auch online gegeneinander antreten. Vier Duell-Modi bietet For Honor an, die sich in der Anzahl von Spielern unterscheiden; auch ein Training gegen Bots ist möglich. Das grafisch hochwertige Spiel funktioniert nur mit permanenter Online-Verbindung.

(mfi)