Ubuntu 15.10 veröffentlicht: Linux-Distribution aktualisiert die Software

Bei Ubuntu 15.10 liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Desktop: Die neueste Version der beliebten Linux-Distribution bringt wenig Spektakuläres, dafür aber viel aktuelle Software und Verbesserungen für die Unity-Oberfläche.

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Von
  • Liane M. Dubowy

Canonical hat die neueste Version seiner Linux-Distribution veröffentlicht: Ubuntu 15.10 mit dem Codenamen Wily Werewolf hat viel aktuelle Software und einen Kernel 4.2 an Bord, der Unterstützung für neuere AMD-Grafikkarten, Intels Skylake CPU und aktuelle Logitech-Mäuse mitbringt. Kurz vor Release haben die Ubuntu-Enwickler außerdem noch dafür gesorgt, dass Valves neuer Steam-Controller automatisch erkannt wird.

Ubuntu 15.10 Wily Werewolf (7 Bilder)

Optisch nichts neues

Ubuntu 15.10 setzt noch immer auf Unity 7 und hat sich auch optisch nur minimal verändert.

Auf dem Desktop hat sich derweil wenig getan: Von Unity 8 noch keine Spur, stattdessen wurde Unity 7 weiter verbessert und ist jetzt in Version 7.3.2 dabei. Optisch unterscheidet sich Wily nur wenig von seinem Vorgänger Ubuntu 15.04 Vivid Vervet. Aktuell ist allerdings die mitgebrachte Software: Die Webbrowser Firefox 41 und Chromium 45, der Videoplayer Totem 3.16, die Musikverwaltung Rhythmbox 3.2.1 und das Office-Paket LibreOffice 5.0. Mit aktueller Software glänzt auch die Server-Variante: Ubuntu 15.10 bringt das erst vor kurzem veröffentlichte OpenStack Liberty sowie Docker 1.6.2.

Die offiziellen Derivate sind ebenfalls zeitgleich erschienen: Kubuntu 15.10 umfasst den neuen Plasma-Desktop 5.4 des KDE-Projekts, der viele neue Funktionen erhalten hat. Ubuntu Gnome kommt mit dem im März veröffentlichten Gnome 3.16 – das im September veröffentlichte Gnome 3.18 hat es nicht mehr in die Paketquellen geschafft. Ubuntu Mate nutzt den Gnome-2-Fork Mate 1.10 auf dem Desktop und ist auch in einer Version für den Raspberry Pi 2 verfügbar. Xubuntu 15.10 aktualisiert viele Anwendungen und setzt jetzt auf das mächtigere LibreOffice Writer statt wie bisher auf die schlanke Textverarbeitung Abiword. Wenig getan hat sich dagegen beim ressourcenschonenden Lubuntu. Mit Snappy Core bietet Ubuntu 15.10 erneut eine Variante seiner Distribution, die Snappy Apps einsetzt. Das minimalistische Linux-System ist für Clouds und Geräte des Internet of Things gedacht. Details über die Neuerungen sowie Download-Links zu sämtlichen Ubuntu-Varianten liefern die Release Notes.

Kaum ist Ubuntu 15.10 veröffentlicht, läuft schon die Planung für die nächste Version an: Ubuntu 16.04 soll im April 2016 erscheinen. Es soll den Codenamen "Xenial Xerus" tragen und ist damit nach einer südafrikanischen Erdhörnchenart benannt.

Siehe dazu auch:

(lmd)