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Ubuntu Desktop für ARM-CPUs

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Die Prozessorschmiede ARM und der Ubuntu-Sponsor Canonical wollen zusammen die Linux-Distribution Ubuntu Desktop auf die ARM-v7-Architektur portieren. In erster Linie sollen so MIDs (Mobile Internet Device) und andere Mobilgeräte mit Cortex-A8- und -A9-CPUs eine vollwertige Linux-Oberfläche bekommen. ARM verspricht, dass solche Geräte permanent online sein könnten und dennoch wesentlich länger mit einer Akkufüllung auskommen als vergleichbare Geräte mit x86-CPUs.

Wie genau die Zusammenarbeit zwischen ARM und Canonical respektive den Ubuntu-Entwicklern abläuft, ist noch nicht bekannt. Allerdings soll die ARM-Unterstützung in die reguläre Distribution wandern, sodass Hersteller von Geräten oder SoCs sich nicht (mehr) selbst um Patches und Updates kümmern müssen. Als Veröffentlichungstermin nennt ARM den April 2009. Laut der Ubuntu-Roadmap wäre es das Release 9.04 mit dem Codenamen "Jaunty Jackalope", das am 23. April 2009 fertigwerden soll. Eine Erste Alpha-Version soll in rund einer Woche erscheinen, allerdings ist noch unklar, ob diese bereits ARM CPUs unterstützt. Ebenso offen sind einige weitere Punkte:

  • Welche Desktop-Oberfläche bekommen die ARM-Geräte? Viele Desktop-Oberfächen und Anwendungen lassen sich erst ab 800 × 600 Punkten vernünftig bedienen. Moblin und einige andere Embedded-Distributionen bieten daher eigene abgespeckte Oberflächen an.
  • Wer liefert Updates nach dem Auslaufen des 18-monatigen Ubuntu-Supports?

Bereits Anfang des Jahres hatte das Handheld Mojo Team – gesponsort von Nokia – Ubuntu auf ARM-PDAs portiert.

Marktforscher sehen Linux als führendes Betriebssystem bei den MIDs und ähnlichen Geräten. Intel setzt auf Moblin und Googles Smartphone-Betriebssystem Android fußt auf einem Linux-Kernel für ARM-CPUs. Viel Aufmerksamkeit hatte auch Asus mit dem Eee PC erzielt, auf dem ebenfalls Linux läuft. (bbe)

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