Ubuntu-Erweiterungen für Schulen

Skubuntu macht aus der Ubuntu-Linux-Distribution eine Arbeitsumgebung für Schulen, die besonders auf südafrikanische Verhältnisse zugeschnitten ist.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Die aus Südafrika stammende Ubuntu-Distribution erfreut sich in ihrer Heimat zunehmender Beliebtheit. Wie die Open-Source-Zeitung tectonic berichtet, hat das von der Shuttleworth-Stiftung gegründete tuXlab-Projekt die Ubuntu-Erweiterung Skubuntu entwickelt. Diese macht aus Ubuntu eine vollständige Open-Source-Arbeitsumgebung für Schulen.

Mittlerweile hat tuXlabs 139 südafrikanische Schulen mit Open-Source-Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Skubuntu bietet dazu alle nötige Zusatz-Software sowie spezielle Überwachungsmöglichkeiten für Lehrer. Skubuntu-Entwickler Jonathan Carter sagte laut des Berichts, dass Skubuntu besonders auf die lokalen Bedürfnisse eingehe. So seien beispielsweise Updates via Internet in Südafrika ein Problem, hätten doch nur 18 der 139 Schulen einen Internet-Zugang, 15 davon sogar nur per Modem-Einwahl. Anfangs setzten die Projektverantwortlichen auf Fedora Core, dessen kurze Releasezyklen sich aber als zu aufwendig für die Wartung erwiesen hätten.

Ubuntu selbst hat mit Edubuntu ebenfalls eine Version fürs Klassenzimmer in Vorbereitung, die jedoch momentan noch nicht alle Anforderungen von tuXlabs erfülle. Carter möchte daher noch viele Skubuntu-Elemente in Edubuntu einfließen lassen, sodass es nach der Freigabe durchaus die Grundlage für die tuXlabs-Arbeitsplätze bilden könne. (mhe)