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Ubuntu kommt aufs Tablet

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Bestimmte Anwendungen laufen parallel auf dem Tablet.

(Bild: Canonical)

Nach Ubuntu für Smartphones hat Canonical jetzt auch eine Tablet-Version von Ubuntu angekündigt. Das Unternehmen will so eine einheitliche Plattform für alle Geräteklassen vom Smartphone über Tablets und Fernsehgeräte bis zum PC bereitstellen. Eine Entwicklerversion von Ubuntu für Tablets soll zusammen mit der Smartphone-Variante am 21. Februar vorgestellt werden und sich auf dem Nexus 7 und dem Nexus 10 installieren lassen.

Als Besonderheit von Ubuntu für Tablets hebt Canonical das Multitasking hervor, dank dem man ähnlich wie bei Windows 8 bestimmte Anwendungen gleichzeitig laufen lassen kann. Außerdem bietet Ubuntu auf Tablets einen Multiuser-Betrieb mit Verschlüsselung privater Daten, wie ihn Android mit der Version 4.2 eingeführt hat. Bei der Bedienung setzt Canonical auf Wischgesten vom Rand her, sodass Ubuntu-Tablets ohne Tasten auskommen sollen.

[Update 20.2., 10:40] Ein Video, in dem Canonical-Gründer Mark Shuttleworth Ubuntu für Tablets vorstellt, zeigt die Bedienkonzepte:

Wischgesten vom Rand blenden eine Liste der laufenden Programme oder die bervozugten Apps ein.

(Bild: Canonical)

Schon jetzt sollen eine Reihe von Apps für Ubuntu auf Tablets verfügbar sein, darunter Facebook, Twitter, Google Maps, Gmail und Spotify. Möglich wird das durch die Unterstützung von Web Apps und HTML5. Daneben sind auch native Apps in C/C++ möglich. Ubuntu soll schon auf relativ bescheidener Hardware (Dual-Core Cortex A15, 2 GByte RAM, 8 GByte Flash-Speicher) laufen; Highend-Tablets sollen sich nach Anschluss einer Tastatur und je nach Größe eventuell eines Monitors wie ein PC nutzen lassen. Ubuntu für Tablets unterstützt Bildschirmgrößen von 6 bis 20 Zoll bei einer Auflösung von 100 bis 450 Pixeln pro Zoll (ppi).

Wie schon mit Ubuntu for Smartphones richtet sich Canonical mit der Tablet-Version von Ubuntu vor allem an Hardwarehersteller und TK-Anbieter, die in Ubuntu eine Alternative vor allem zu Android finden sollen. Canonical verspricht weitgehende Hardwarekompatibilität mit Android und eine umfassende Konfigurierbarkeit, um beispielsweise eigene Angebote und Inhalte prominent zu platzieren – Cloud-Anbindung über Ubuntu One inklusive. Konkrete Partner hat Canonical allerdings nicht genannt.

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte Canonical eine Version von Ubuntu 12.10 präsentiert, die sich auf dem Nexus 7 installieren ließ, allerdings noch nicht vollständig auf den Tablet-Betrieb angepasst war. Im Januar kündigte der Linux-Anbieter eine Ubuntu-Version für Tablets an. Bereits Anfang 2012 zeigt Canonical auf der CES einen Fernseher mit Ubuntu. (odi)