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Ubuntu soll ins Auto

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Canonical ist der Genivi Allianz beigetreten, einem Industriekonsortium, dessen Ziel die Entwicklung einer Linux-Referenzplattform für Infotainment-Systeme in Autos (In-Vehicle Infotainment, IVI) ist. Das Unternehmen möchte auf Grundlage von Ubuntu Core, einer für Embedded-Geräte mit x86- und ARM-CPU konzipierten Teilmenge der Ubuntu-Distribution, einen Genivi-kompatiblen Ubuntu IVI Remix erstellen.

Gegenüber unserer englischen Schwester-Site The H erklärte Chris Kenyon, als Vizepräsident für OEMs bei Canonical zuständig, Autozulieferer würden schon seit längerem nach einer IVI-Software von Canonical fragen. Eine erste Version des IVI Remix auf Basis von Ubuntu 11.04 solle im Sommer erscheinen, die fertige Version dann im Herbst. Kenyon erwartet, dass die Zulieferer der Autoindustrie i der ersten Hälfte 2012 erste Ubuntu-basierte Produkte anbieten können.

IVI-Systeme bieten als integrierte Bestandteile von Fahrzeugen Funktionen wie Navigationen, Medienwiedergabe, Internet-Zugriff, ortsbasierte Dienste oder den Anschluss von Mobilgeräten, arbeiten aber unabhängig von der eigentlichen Autosteuerung. Das Genivi-Konsortium wurde 2009 von BMW, General Motors und Peugeot, den Zulieferern Delphi, Magneti Marelli und Visteon sowie Intel und WindRiver rgegründet. Inzwischen sind weitere Autohersteller, darunter Hyundai und Renault, Automobilzulieferer (Bosch, Continental) und IT-Anbieter wie ARM, Freescale und Texas Instruments hinzugekommen (Mitgliederliste). Im Sommer letzten Jahres hatte sich die Genivi Allianz für MeeGo als Basis für das Genivi-Referenzsystem entschieden.

(odi)