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Ubuntu und Valve: Steam-Support bis mindestens 2025

Die von Steam-Spielen benötigten 32-Bit-Bibliotheken will Ubuntu nun doch bis 20.04 LTS mitliefern. Die Planänderung kam nach Protesten aus der Community.

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Steam und ein Teil der Spiele laufen auch unter Linux, aber nur, wenn die richtigen Bibliotheken installiert sind.

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Bis Ubuntu 20.04 LTS will der Distributor Canonical 32-Bit-Bibliotheken mitliefern und auch mit Updates versorgen. Der Plan, die Bibliotheken ab Version 19.10 nicht mehr zu aktualisieren, hatte zu großem Unmut geführt. Das lag vor allem daran, dass der Spiele-Shop Steam angekündigt hatte, den Ubuntu-Support einzustellen. Der Support für Ubuntu 20.04 LTS endet frühestens 2025.

Hintergrund ist, dass viele Steam-Spiele nur als 32-Bit-Versionen vorliegen und die Bibliotheken benötigen, um zu funktionieren. Steam bringt zwar selber einige Bibliotheken als Runtime mit, aber nicht alle, die auf Linux-Systemen benötigt werden.

Bislang war Ubuntu die einzige von Steam unterstützte Distribution. Der Shop und die Spiele laufen auch auf den meisten anderen Distributionen, aber Steam bietet dafür keinen Support. Bei der Entscheidung für Ubuntu hatte Valve nach eigener Aussage nicht nur den Spiele-Support, sondern das Gesamtbild der Distribution im Auge.

Valve will sich laut einer Ankündigung von Entwickler Pierre-Loup Griffais in Zukunft auch mehr um andere Distributionen bemühen. Als Beispiele für ein tolles Spielerlebnis nennt Griffais Arch Linux, Manjaro, Fedora und Pop!_OS. Welche Distros eventuell Support durch Steam erhalten, sind noch nicht bekannt. Valve fühlt sich Linux als Gaming-Plattform weiterhin verbunden und bemüht sich weiterhin um Treiber- und Softwareentwicklung die das Spielen unter Linux verbessern soll.

Insgesamt seien die Entwickler froh, dass sich Ubuntu entschieden hat umzudenken, auch wenn die Entfernung von bestehender Funktionalität ärgerlich ist. Valve will weiter am Steam-Distributionsmodell arbeiten, um den Anwendern Ärger zu ersparen. (mls)