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Udev wird Bestandteil von Init-System Systemd

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Die Funktionen rund um die Handhabung von Geräten und den für sie zuständigen Kernel-Treibern wahrnehmende Udev werden ein Bestandteil des Quellcodes der Sysvinit- sowie Upstart-Alternative Systemd und fortan dort weiterentwickelt. Das geht aus einer Mail von Udev-Hauptentwickler Kay Sievers hervor, der Systemd zusammen mit Lennart Poettering vor knapp zwei Jahren gestartet hat.

Udev soll sich allerdings auch weiter unabhängig von Systemd installieren lassen, erklärt Sievers. Das werde laut Sievers auch langfristig unterstützt; ein alleiniger Betrieb sei ohnehin weiter nötig, damit auch Initrds (Inital Ramdisks) weiter korrekt arbeiten, die kein Systemd enthalten. Distributionen, die Systemd nicht einsetzen, sollen Udev ähnlich bauen können wie bisher, nur dass sie dafür in Zukunft auf die Systemd-Quellen zurückgreifen müssen. Systemd macht in Rahmen der Aufnahme von Udev einen Versionssprung von 45 auf 184, damit es eine höhere Versionsnummer hat als das letzte separat veröffentlichte Udev.

Sievers führt ferner einige Gründe für die Aufnahme von Udev in Systemd an. So müsse ein modernes Init-System vollständig Hotplug-tauglich sein; die von Udev geregelten Funktionen rund um das Gerätemanagement seien daher eine wichtige Funktion, die am besten innerhalb von Systemd aufgehoben sei. Er führt ferner an, dies würde Code-Dopplungen, wechselseitige Abhängigkeiten beim Bau vermeiden und die Administration der Projekte erleichtern; daher haben die Entwickler beschlossen, Udev und Systemd zusammenzulegen. Auf die Programmierschnittstelle libudev hat die Zusammenlegung keine Auswirkungen; Kompatibilität sei den Entwicklern überaus wichtig, schließt Sievers die Ankündigung; Greg Kroah-Hartman, der bei der Entwicklung von Udev und dessen Vorläufer "Hotplug" beteiligt war, begrüßte die Zusammenlegung. Die wurde nur wenige Stunden nach der Ankündigung umgesetzt (1, 2). (thl)

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