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Überwachung im Kinderzimmer: Mattel zieht Pläne für "Smart Home Hub für Kinder" zurück

Auf der CES hatte Mattel mit einem geplanten Smart-Home-Gerät für Aufmerksamkeit gesorgt. "Aristotle" sollte Kinder von klein auf begleiten, etwa Musik vorspielen oder mit ihnen reden. Nach Kritik an den Plänen macht das Unternehmen nun einen Rückzieher.

"Aristotle": Mattel zieht Pläne für "Smart Home Hub für Kinder" zurück

(Bild: Nabi/Mattel)

Der US-Spielzeughersteller Mattel will nun doch kein "Smart Home Hub für Kinder" auf den Markt bringen und reagiert damit auf Kritik, die zuletzt auch aus der Politik kam. Das "Aristotle by Nabi" war Anfang des Jahres auf der CES vorgestellt worden und sollte Kinder beim Heranwachsen begleiten. Von dem Gerät hat das Unternehmen nun Abstand genommen, "weil es nicht ganz zu Mattels neuer Technik-Strategie", passt, wie es in einem Statement heißt, das der Washington Post vorliegt. Zuvor hatten demnach zwei US-Senatoren Informationen darüber verlangt, wie das Gerät Daten sammelt und speichert. Kritikern ging es aber nicht nur um den Datenschutz, sondern auch darum, dass ein technisches Gerät zum ersten und damit wichtigsten Ansprechpartner für Kinder werden solle.

Angekündigt war das Gerät als vernetzter Lautsprecher (Bluetooth und Wifi Direct) mit mehrfarbiger LED-Anzeige, der sich mit einer WLAN-Kamera verbinden lassen sollte. Aristotle sollte dem Kind als Säugling zur Beruhigung dessen Lieblingslieder vorspielen. Außerdem sollte es smarte Leuchtmittel kontrollieren, um, falls nötig, ein Nachtlicht zu aktivieren und die Eltern auf deren Smartphones über die Lage informieren. Mit dem Kleinkind soll der Hub sprechen – und sich so selbst vom smarten Babyfone zum Sprachassistenten à la Amazons Alexa weiterentwickeln. Aristotle sollte dabei – allen Anspielungen auf den Philosophen und Lehrer Alexanders des Großen zum Trotz – eine weibliche Stimme haben. (mho)

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