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Ultimaker S3: Endlich Filament-Flow-Sensoren

Ultimaker aktualisiert sein Modell 3 zum S3 mit Filament-Flow-Sensoren und integriertem Druckserver. Für den S5 gibt es eine neue Absaugung und einen Schrank.

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In der Mitte steht das Ultimaker S5 Pro Bundle, rechts der neue S3.

(Bild: Ultimaker)

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Ultimaker, ein niederländischer 3D-Druck-Pionier, richtet seine Produktpalette von FDM-3D-Druckern weiter auf Unternehmenskunden aus: Den bisherigen Ultimaker 3 beerbt nun der S3, der mit dem Upgrade die Features des großen Bruders S5 übernimmt. So bringt der S3 nun für seine beiden Extruder jeweils einen Filament-Flow-Sensor mit, der automatisch erkennt, ob die Filamentrolle leerläuft oder die Düse verstopft. Der 3D-Drucker stoppt dann automatisch und meldet den Fehler über seinen integrierten Druckserver an einen Bediener. Der Druckserver ist das zweite neue Feature, das der S3 ebenfalls vom S5 erbt. Mit 3995 Euro (Preisempfehlung von Ultimaker) ist der S3 damit eine etwas kostengünstigere Variante des S5 mit größerem Bauraum, der mit etwa 6500 Euro zu buche schlägt.

Für den S5 bringt Ultimaker zwei neue Zubehörteile auf den Markt. Die "Ultimaker S5 Material Station" ist ein Unterschrank zur Aufbewahrung des Filamentvorrats bei konstant niedriger Luftfeuchtigkeit. Der Schrank passt exakt unter den Drucker und verhindert, dass das 2,85mm-Filament Feuchtigkeit einlagert. Die würde in der Düse sonst verdampfen und Gasbläschen bilden, was das Druckbild verschlechtert. Die Material Station bringt zwei eigene Extruder mit, sodass das Filament dann nicht mehr hinten am Drucker hängen muss, sondern direkt aus dem Schrank nach oben geführt wird. Das Auslesen des Filamenttyps per NFC funktioniert dabei weiter.

Ultimaker S3 und S5 Pro Bundle (9 Bilder)

Ultimaker S3

Der neue Ultimaker S3 kostet 3995 Euro.
(Bild: Ultimaker)

Als weiteres Zubehör verkauft Ultimaker den "S5 Air Manager". Das ist eine transparente Haube mit Lüftung und Luftfilter, die man oben auf den S5 aufsetzt. Die Abluftanlage filtert Feinstaub aus der Abluft, der beim Drucken entsteht.

Beide Zubehörteile verkauft Ultimaker im Set mit dem S5 als "Ultimaker S5 Pro Bundle" für 8685 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Ultimaker schließt mit dem Set von den Funktionen her fast zu den Druckern von FDM-Pionier Stratasys auf. Der Preis dafür liegt aber auch nicht mehr in der Region der 3D-Drucker für Heimanwender (diese kosten unter 1000 Euro beziehungsweise als Bausatz unter 300 Euro), sondern bereits nah an den Stratasys-Druckern, jedoch ohne beheizten Bauraum.

(pmk)