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Umfrage: Breitband-Internet als Teil der Grundversorgung

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Schnelle, günstige Internetverbindungen sind vielen Menschen in Großbritannien wichtig oder unentbehrlich. Das ergab eine Umfrage des Communications Consumer Panel (CCP), eines Gremiums der britischen Regulierungsbehörde Ofcom, unter 2000 Erwachsenen. Demnach waren 73 Prozent der Meinung, dass jedem Menschen in Großbritannien unabhängig von seinem Einkommen zuhause einen Breitband-Internetzugang bereitstehen sollte, 84 meinen, die Menschen sollten unabhängig von ihrem Wohnort über einen schnellen Zugang verfügen können.

90 Prozent der britischen Internetnutzer suchen online Informationen, mehr als drei Viertel kommunizieren übers Internet, 71 Prozent erledigen Bankgeschäfte online und 55 Prozent nutzen das Web für neue Unterhaltungsdienste. Es sei absehbar, dass künftig mehr Dienste ausschließlich übers Internet angeboten werden, sagte CCP-Vorsitzende Anna Bradley. Dadurch werde das Internet für viele Menschen unverzichtbar und Menschen, die nicht online sind, benachteiligt. Regierung und Industrie sollten ihrer Meinung nach durch die Umfrageergebnisse, die in den geplanten Regierungsbericht "Digital Britain" einfließen sollen, nun noch mehr zum Ausbau des Breitband-Internets angespornt sein.

In Großbritannien hatten im August 2008 16,46 Millionen Haushalte einen Internetanschluss, das sind laut Zahlen (PDF-Datei) der Behörde UK National Statistics 65 Prozent aller Haushalte. 56 Prozent der Haushalte hatten einen Breitband-Internetanschluss. Bis zum Jahr 2012 soll jeder britische Haushalt über einen Breitbandanschluss verfügen, ging im Januar aus einem zusammen mit dem Zwischenbericht zu "Digital Britain" vorgelegten Aktionsplan der Regierung hervor.

In Deutschland hatten Anfang 2009 drei Viertel aller Haushalte einen Internet-Zugang, fast 60 Prozent verfügten über einen schnellen Breitband-Anschluss, schreibt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom). Die Summe der Einwahlminuten per Schmalband sank demnach im vergangenen Jahr gegenüber 2008 um 70 Prozent auf 10 Milliarden Minuten. (anw)