Menü

Umfrage: Deutsche Firmen scheuen "Cloud" auch wegen "Bauchgefühls"

Viele größere deutsche Unternehmen stehen Cloud-Diensten immer noch skeptisch gegenüber. Der Auslöser dafür ist oft auch nur ein Bauchgefühl, ergab eine aktuelle Umfrage.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 175 Beiträge
Facebook-Rechenzentrum

(Bild: dpa, Susanne Lindholm/Archiv)

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern hat Vorbehalte gegen die Nutzung von Diensten in der Cloud. Das ergab eine repräsentative Studie der Heise-Tochter Techconsult im Auftrag der Münchner NFON AG. Unter den großen Unternehmen haben demnach 53,8 Prozent Bedenken gegen den Einsatz von Cloud-Technik. Bei kleineren Firmen (1 bis 9 Mitarbeiter) haben dagegen nur 24 Prozent Bedenken. Dabei haben die Befragten insgesamt vor allem "Angst vor unberechtigtem Zugriff" und Sorgen um die Datensicherheit.

Die Skepsis gegenüber der Cloud können die Befragten zum Teil aber nicht konkret begründen: 43 Prozent der Befragten räumten demnach ein, dass sie sich noch nicht konkret mit den Sicherheitsbedenken von Cloud-Techniken beschäftigt haben und dass es sich bei ihren Einschätzungen eher um ein Bauchgefühl handelt. In der privaten Wirtschaft sind im Banken- und Versicherungsgewerbe die Bedenken mit 57,1 Prozent am höchsten. Dieser Wert wird nur noch übertroffen von der Skepsis in der öffentlichen Verwaltung (66,7 Prozent).

In den anderen Branchen sind die Bedenkenträger dagegen in der Minderheit: Industrie (43,9 Prozent), Handel (35,3 Prozent) und Dienstleistungen (38,1 Prozent). Am niedrigsten liegt der Anteil der Befragten mit Bedenken gegen Clouddienste im Handwerk (33,8 Prozent). "Einem nicht unerheblichen Teil der deutschen Unternehmerlandschaft fehlt es an fundiertem Wissen, aber vielleicht auch an Mut, Freude an Fortschritt und Entwicklung sowie Kapazitäten sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen", kommentierte Hans Szymanski, Chef der NFON AG diese Ergebnisse. (mho)