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Umfrage: Deutsche Internetnutzer nach NSA-Spähaffäre nicht vorsichtiger

Drei Viertel der Teilnehmer einer Umfrage haben angegeben, ihren Umgang mit persönlichen Daten nach den Enthüllungen über die NSA-Überwachung nicht geändert zu haben.

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Trotz der Enthüllungen über das hemmungslose Datensammeln der Geheimdienste NSA und GCHQ bewegen sich die meisten Deutschen nach einer Umfrage so unbedarft im Internet wie eh und je. Gut drei Viertel (76,9 Prozent) haben ihren Umgang mit persönlichen Daten nicht geändert, wie aus der repräsentativen Befragung des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag der Welt am Sonntag hervorgeht. Die Umfrage fand zwischen 14. und 21. März statt.

Nur 12,2 Prozent der 984 Befragten gaben an, für sich Konsequenzen gezogen zu haben, etwa indem sie weniger internetbasierte Dienste wie Online-Speicher und E-Mail-Portale nutzen oder auf andere Computerprogramme oder sogar Geräte umgestiegen sind. 41,9 Prozent der Befragten meinen dagegen, ihre Daten seien ausreichend gesichert. Und 49,8 Prozent sagten: "Ich habe nichts zu verbergen."

Unter den 14- bis 19-Jährigen sagen 90 Prozent, dass sie ihr Verhalten infolge der Ausspähskandale nicht umgestellt haben. Unter den Befragten mit Hochschulreife oder Studienabschluss war der Anteil derjenigen, die ihr Handeln verändert haben, mit 20 Prozent dagegen besonders hoch. (mit Material der dpa) / (vza)

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