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Umfrage: NSA-Abhörskandal schreckt Internetnutzer vor Online-Käufen ab

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Die durch den Whistleblower Edward Snowden aufgedeckten Überwachungsmachenschaften der NSA wirkt sich auf das Einkaufverhalten der Internetnutzer aus. Fast jeder zweite deutsche Verbraucher sieht Gefahrenpotenziale für die Datensicherheit beim Online-Einkaufen, ergab eine Studie, die das Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß im Auftrag der Internet World Messe unter gut 1000 deutschen Internet-Nutzern durchgeführt hat. Zwölf Prozent der Befragten versuchen seit dem Datenskandal Einkäufe im Netz zu vermeiden. Rund 60 Prozent kaufen aus Angst vor Datenmissbrauch ungern bei kleineren beziehungsweise unbekannten Online-Händlern ein.

Insgesamt zeigten sich ältere Nutzer deutlich verunsicherter als jüngere, geht aus der Studie hervor. Als Konsequenz aus den Enthüllungen haben 70 Prozent der Internet-Nutzer ihre Schutzsoftware auf den neuesten Stand gebracht. Für ebenso viele Nutzer sind Datenschutzthemen nun wichtiger geworden. Vor allem Nutzer aus den Neuen Bundesländern geben an, dass die Affäre ihr Online-Nutzungsverhalten beeinflusst habe. 71 Prozent der Nutzer befürchten Gefahren für die persönliche Datensicherheit in öffentlichen WLANs und 58 Prozent in sozialen Netzwerken; 31 Prozent nehmen den E-Mail-Verkehr als gefahrenreich wahr. (anw)