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Umfrage: NSA-Affäre verunsichert die Deutschen

Vor mehr als einem Jahr begann die NSA-Affäre. Sie hat laut Gesellschaftsforscher Horst Opaschowski das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit des Internets erschüttert.

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NSA-Skandal

Die NSA, der britische GCHQ und andere westliche Geheimdienste greifen in großem Umfang internationale Kommunikation ab, spionieren Unternehmen sowie staatliche Stellen aus und verpflichten Dienstleister im Geheimen zur Kooperation. Einzelheiten dazu hat Edward Snowden enthüllt.

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Die Veröffentlichungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden haben die Deutschen einer aktuellen Umfrage zufolge sehr verunsichert. Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung (53 Prozent) und fast zwei Drittel (64 Prozent) der 20- bis 39-Jährigen erwarte jetzt vom Staat Sofortmaßnahmen, sagte der Hamburger Gesellschaftsforscher Horst Opaschowski der dpa.

"Sie wollen, dass der Staat die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte im Internet stärker vor Zugriffen von außen – wie beispielsweise Geheimdiensten – schützt", sagte der 73-Jährige. Am meisten Sorgen machten sich derzeit Familien mit Kindern (67 Prozent). "Die systematischen Ausspähaktionen lassen die Netzfreiheit zur Scheinfreiheit werden", erklärte der Forscher. "Massive Vertrauensverluste in die Sicherheit des Internets sind die Folge."

Die Angaben des Gesellschaftsforschers beruhen auf einer repräsentativen Umfrage des von ihm beauftragten Hamburger IPSOS-Instituts. Auskunft gaben Ende Juni bundesweit 1000 Menschen ab 14 Jahren. (anw)