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Umfrage: Nur 16 Prozent der Deutschen verschlüsseln ihre E-Mails

Obwohl die Mehrheit der Deutschen eine E-Mail-Verschlüsselung für wichtig hält, nutzen nur 16 Prozent das Verfahren, um ihre elektronische Post zu schützen. Laut einer Umfrage ist vielen die Einrichtung zu kompliziert.

E-Mail, Verschlüsselung, PGP

In einer repräsentativen Umfrage gaben 75 Prozent der Befragten an, dass sie eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihrer E-Mail mindestens für "eher wichtig" halten. Doch nur 16 Prozent der Deutschen verschlüsselt E-Mails etwa mit PGP. Einer der häufigsten Hinderungsgründe sei die aufwendige Einrichtung, so das Umfrageergebnis. Knapp 37 Prozent gaben zu, nicht zu wissen, wie sie ihre Mails verschlüsseln können.

Mit dem Amtsantritt von Donald Trump stieg auch das Misstrauen gegenüber US-Anbietern. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass ihre Datenschutzbedenken seit dem Regierungswechsel zugenommen hätten. Was ihre Privatsphäre angeht, zeigten sich die Befragten desillusioniert: Mehr als 60 Prozent der Deutschen glauben, dass "Geheimdienste, Hacker und Provider" ihre E-Mails lesen würden. Fast drei Viertel finden das "schlimm" oder "sehr schlimm", dem Rest ist das (eher) egal.

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Die Umfrage führte Convios Consulting im Auftrag von Web.de und GMX durch, die beide zu 1&1 gehören. Befragt wurden 1006 repräsentativ ausgesuchte Internetnutzer ab 14 Jahren. Ergänzend zu dem Ergebnissen der Umfrage veröffentlichten die Mail-Anbieter auch gemeinsame Zahlen zur PGP-Nutzung ihrer Kunden: Demnach verwenden rund 750.000 Nutzer den PGP-Standard. GMX und Web.de hatten im Sommer 2015 die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mail eingeführt. Im Test von c't war die einfache Bedienung aufgefallen. (dbe)

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