Umfrage: Open Source wird proprietäre Software in Unternehmen bald überflügeln

42 Prozent der in Firmen genutzten Programme sind derzeit herkömmlich lizenziert, 36 Prozent kommen mit offenem Quellcode, ergibt eine Red-Hat-Studie.

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Die Teilnehmer wurden gefragt, wie wichtig Open Source in Unternehmen ist, und die meisten antworteten: "wichtig" bis "äußerst wichtig".

(Bild: Red Hat)

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Immer mehr Akteure in der Wirtschaft setzen auf Open Source, während proprietäre Software an Bedeutung verliert. Dies hat die Studie "The State of Enterprise Open Source 2020" ergeben, für die Marktforscher im Auftrag von Red Hat weltweit 950 IT-Führungskräfte aus den USA, Großbritannien, Lateinamerika und Südostasien befragten. 95 Prozent der Unternehmensexperten halten frei lizenzierte, einfach weiterzugebende und an eigene Bedürfnisse anpassbare Programme für eine wichtige Komponente einer Infrastruktur-Softwarestrategie.

Red Hat ließ die Untersuchung erstmals vor einem Jahr durchführen. Seinerzeit war 55 Prozent der von den befragten Unternehmen genutzten Software proprietär. Dieser Anteil ist laut dem aktuellen Bericht " The State of Enterprise Open Source " auf 42 Prozent zurückgegangen. In zwei Jahren erwarten die Befragten einen Anteil von 32 Prozent.

Der Anteil der eingesetzten Open-Source-Software liegt derweil aktuell bei 36 Prozent, soll aber binnen zwei Jahren auf 44 Prozent steigen. Derzeit geben 52 Prozent der befragten IT-Experten an, dass Software mit offenem Quellcode zu 52 Prozent für Sicherheitsanwendungen genutzt wird, dicht gefolgt von Werkzeugen fürs Cloud-Management mit 51 Prozent. 49 Prozent verwenden Open Source für Datenbanken, 47 Prozent für Big-Data-Anwendungen und ähnliche Analysen.

Freie Software wird nicht mehr hauptsächlich als Option betrachtet, Kosten zu senken. Auf die Frage nach den treibenden Faktoren für die Nutzung nannten 33 Prozent der Teilnehmer eine höhere Softwarequalität. Niedrigere "Total Cost of Ownership" (TCO) führten 30 Prozent, bessere Sicherheit 29 Prozent an.

63 Prozent haben eine hybride Cloud-Infrastruktur. Von den restlichen 37 Prozent planen zudem 54 Prozent die Einführung einer Cloud-Architektur innerhalb der nächsten zwei Jahre. 83 Prozent der IT-Führungskräfte bestätigten parallel, dass Open Source ein entscheidendes Element ist, um die Vorteile grundlegender Cloud-Anwendungen ausschöpfen zu können. (anw)