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Umfrage: Politik versagt bei Energiewende

Nur jeder zehnte Teilnehmer einer Umfrage meinte, dass die Verantwortlichen das Problem der Energiewende im Griff haben.

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Zum Thema Energiewende

Ausstieg aus der Kernenergie, ein Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien, intelligente Stromnetze (Smart Grids), usw.: Die Energiewende, nach der Atomkatatrophe in Fukushima auch von der Union auf den Weg gebracht, hat viele Elemente. Mittlerweile werden nicht alle mit Begeisterung gesehen: Bürger protestieren gegen Windparks und Stromtrassen, wenn sie in ihrer Umgebung gebaut werden sollen. Und selbst in der Politik gibt es Zwist.

Nur wenige Menschen trauen der Politik zu, die Energiewende in Deutschland zu meistern. Wie eine repräsentative Umfrage der Universität Hohenheim ergab, ist nicht mal jeder Vierte (24 Prozent) der Ansicht, dass die Bundesregierung bei der Umsetzung der Energiewende ihrer Verantwortung gerecht wird. Neun von zehn Bürgern (91 Prozent) gaben an, dass die Energiewende das Land noch lange beschäftigen wird. Hingegen meint nicht einmal jeder Zehnte (9 Prozent), dass die Verantwortlichen das Problem im Griff haben.

Das Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universität Hohenheim hat für die Erhebung im Januar 1013 Bürger repräsentativ befragt.

Eine Mehrheit meint, dass die Energiewende direkte Konsequenzen für ihr Leben hat: 59 Prozent sehen sich persönlich davon betroffen. "Die Energiewende ist bei den Menschen als ökonomisch und sozial höchst folgenreiches Problem angekommen", sagte die Studienleiterin Claudia Mast der dpa.

In der Pflicht sei die Bundesregierung, sagten 87 Prozent der Befragten. Nur 21 Prozent meinen, dass sich die Politiker bei der Energiewende ausreichend für die Interessen der Bürger einsetzen. Mast: "Die Politiker dringen beim Thema Energiewende kaum zu den Bürgern durch – ihre Glaubwürdigkeit ist im Keller." (anw)

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