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Umfrage: Smart Home ist vielen ein Begriff, aber Nutzen bleibt fraglich

Das Trend-Thema Smart Home ist in Deutschland zwar bekannt, aber Interesse daran haben nur wenige – mangels erkennbarem Nutzen und wegen Sicherheitsbedenken.

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Smart Home

Vernetzes Haus auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

(Bild: dpa, Rainer Jensen/Archiv)

Der Bundesverband der Verbrauchenzentralen (vzbv) hat die Bevölkerung in Deutschland nach ihren Ansichten zum Trend-Thema Smart Home befragt. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) meinen, eine ziemlich genaue Vorstellung von diesem Begriff zu haben, aber knapp die Hälfte (49 Prozent) hat pauschal kein Interesse an dem Thema. Dazu hat die Hopp Marktforschung im Oktober dieses Jahres 1048 Personen befragt.

Weitere 35 Prozent der Befragten haben zumindest schon einmal etwas von Smart Home oder von vernetzten Anwendungen und Geräten im Haushalt gehört, wissen aber nicht genau, was sich dahinter verbirgt. 7 Prozent haben noch nichts von Smart Home gehört. Danach gefragt, ob sie an vernetzten Haushalts- und Multimediageräten sowie an bestimmten Komfort-, Sicherheits- und Energiesparfunktionen rund um Smart Home interessiert sind, antworteten lediglich 9 Prozent mit "Ja, auf jeden Fall". Immerhin 39 Prozent würden zumindest eine Nutzung überdenken, wenn sie ihnen einen Mehrwert brächte beziehungsweise nicht so teuer wäre.

Von den 49 Prozent der Befragten, die kein Interesse an Smart Home haben, sehen wiederum 64 Prozent keinen Mehrwert für sich, und 49 Prozent befürchten, dass sie auf diesem Weg noch mehr Daten über sich preisgeben und diese an Unbefugte gelangen könnten. Fast genauso viele (47 Prozent) haben Angst, das System könnte von Kriminellen manipuliert werden – und der gleichen Zahl von Befragten sind Produkte derzeit schlicht zu teuer. Immerhin knapp ein Viertel (22 Prozent) gab zudem an, die Geräte seien womöglich derzeit noch unausgereift und könnten in kurzer Zeit veraltet sein.

Dem Bereich Smart Home wird großes Wachstumspotenzial zugetraut, und Funktionen mit künstlicher Intelligenz sollen etwa Haushaltsgeräte aufwerten. Speziell bei den mobilen intelligenten Lautsprechern erwarten Hersteller wie Amazon, Google oder Apple einen wachsenden Markt – derzeit ist aber beispielsweise ein Amazon Echo für viele Menschen eher noch eine Spielerei, und das Interesse an Apples HomePod ist in Deutschland zur Zeit noch gering. (tiw)

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