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Umfrage: Vernetzte Haushaltsgeräte sind vielen noch zu teuer

Umfrage: Vernetzte Haushaltsgeräte sind vielen noch zu teuer

Das Lichtsystem Hue von Philips lässt sich über das Smartphone steuern.

(Bild: Philips)

Smart-Home-Anwendungen wie per Mobilgerät gesteuerte Beleuchtung sind laut einer Umfrage vielen Verbrauchern noch schlichtweg zu teuer. In Deutschland macht sich über ein Drittel der Befragten auch Sorgen, damit Hackern die Tür zu öffnen.

Über das Internet vernetzte Haushaltsgeräte werden oft als der nächste große Trend ausgerufen – die Smart-Home-Technik ist vielen Deutschen in der Anschaffung aber noch zu teuer. Dies ergab eine Umfrage der Konsumforscher der Nürnberger Gfk[1], die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Rund 43 Prozent der deutschen Internetnutzer glauben jedoch auch, dass Heimvernetzung in den kommenden Jahren den größten Einfluss auf ihr Leben haben wird.

Mit der Technik lassen sich zum Beispiel Heizungen, Lampen und Steckdosen von unterwegs mit dem Smartphone steuern. Für die Umfrage wurden in acht Ländern jeweils mehr als 1000 Personen über 16 Jahren befragt. Über alle Länder hinweg sei der Kostenfaktor als ein entscheidendes Kaufhindernis genannt worden, teilte die GfK mit. Eine einzelne über das Internet steuerbare Steckdose schlägt mit 30 bis zu 70 Euro zu Buche. Wer seine Heizkörper aus der Ferne mit dem Handy regeln will, muss derzeit mehrere Hundert Euro ausgeben.

Zudem gibt es international unterschiedliche Gründe, die gegen die Vernetzung des Zuhauses sprechen: So steht etwa in Großbritannien den Forschern zufolge der Mangel an Wissen um die neue Technik an zweiter Stelle, in Brasilien ist es die schlechte Internetverbindung. In Deutschland rangierte die Angst an zweiter Stelle, das eigene Zuhause mit der Technik für Hacker angreifbar zu machen.

Als besonders attraktiv sehen die befragten Deutschen Anwendungen aus den Bereichen Energie und Beleuchtung (51 Prozent) sowie Sicherheit und Steuerung (49 Prozent) an. An dritter Stelle (39 Prozent) stehen Geräte der Unterhaltungselektronik. Länderübergreifend gaben 45 Prozent an, die Geräte am liebsten von einem Anbieter zu beziehen – nur 30 Prozent würden bei verschiedenen Händlern kaufen. Deutsche Verbraucher würden demnach zum Beispiel bevorzugen, Geräte aus dem Bereich Energie und Beleuchtung direkt von ihrem Energieversorger zu beziehen. (mit Material der dpa) / (axk[2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2918774

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.gfk.com/de/news-und-events/presse/pressemitteilungen/seiten/smart-home-nov-2015.aspx
[2] mailto:axk@heise.de